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Hornhaut

Behandlungsoptionen bei Hornhauterkrankungen

PTK - Phototherapeutische Keratektomie

Hauptindikationen:

  • Rezidivierende Hornhauterosien
  • Oberflächliche Hornhautnarben

Mit Laserstrahlen werden nach Entfernen des Epithels oberflächliche Gewebeschichten abgetragen.

bandförmige Hornhautdystrophie (vor PTK)

▲ bandförmige Hornhautdystrophie (vor PTK)

Hornhauterosio (nach PTK)

▲ Klare Hornhaut (nach PTK)

Wie erfolgt die Behandlung?

Die PTK wird in örtlicher Betäubung durch Augentropfen durch­ge­führt. Spritzen sind nicht erforderlich. Zudem erhält der Patient ein leichtes Beruhigungsmittel. Zunächst wird das Hornhautepithel groß­flächig mechanisch entfernt. Mit dem Laser wird nun unter dem Ope­ra­tions­mikroskop die Hornhautveränderung innerhalb weniger Sekunden berührungsfrei "abgeschliffen" (vgl. Abb. 1). Nach der Laser­behandlung wird eine therapeutische Kontaktlinse als "durch­sich­tiger" Verband für ca. eine Woche auf das Auge aufgelegt. Der Patient erhält zusätzlich Augentropfen.

Heilungsverlauf

Die Operationswunde heilt unter der Kontaktlinse innerhalb weniger Tage zu. Während dieser Zeit können manchmal z. T. stärkere Schmer­zen trotz Verbandslinse auftreten. Das Sehen ist ver­schwom­men. Diese Beschwerden klingen nach einigen Tagen ab. Danach setzt eine zweite, langsame Heilungsphase ein, die bis zu sechs Monate und länger dauern kann.

In den ersten Monaten können leichte Hornhauttrübungen auf­tre­ten; das Auge ist dann besonders licht- und blendungsempfindlich. Das Führen eines Kraftfahrzeuges (vor allem im Dunkeln) und/oder die Berufs­aus­übung können dadurch erschwert bzw. unmöglich werden. Eine Behandlung mit kortisonhaltigen Augentropfen kann erforderlich sein.

Diese Operation ist seit dem 1. Oktober 2007 eine Leistung der ge­setz­lichen Krankenversicherung. Bis dahin mussten betroffene Pa­tien­ten die Operationskosten selbst tragen. Nunmehr entstehen dem Patienten keine Kosten, lediglich für eine notwendige Zu­satz­dia­gnos­tik. Es muss auch kein Antrag an die Krankenkasse mehr gestellt werden.

Wir führen in unserem Haus die PTK seit 2001 mit großem Erfolg durch. Patienten mit rezidivierender Erosio sind danach meist be­schwer­de­frei. Dadurch bleibt ihnen eine weitere Leidensgeschichte mit Schmerzen, Krankschreibungen, Medikamenten usw. erspart.

Bei Augen mit zentralen oberflächigen Hornhauttrübungen ist nach Gewebeabtrag meist ein Anstieg der Sehschärfe zu verzeichnen.

Patienten aus unserer Praxis werden bei auftretenden Beschwerden für eine in Frage kommende Laserbehandlung untersucht und es er­folgt eine Terminvergabe für die Operation.

Patienten aus anderen Augenarztpraxen benötigen von ihrem Au­gen­arzt eine Überweisung mit entsprechender Fragestellung. Eine Terminvereinbarung kann zeitnah erfolgen.

CXL = UV-Riboflavin-Crosslinking (Corneal Cross Linking)

Das Wort "Crosslinking" bedeutet Quervernetzung. (Dies ist ver­gleich­bar mit einem Netz, das zusätzlich Verstrebungen erhält und da­durch stabiler wird.) Die Kombination von Riboflavin Augentropfen (Vitamin B2) und UV-Strahlen sorgt am Auge für eine Quervernetzung der Hornhautfasern, wodurch die Hornhautform stabiler wird und somit, nach heutigem Kenntnisstand, keine weitere Vorwölbung ein­tritt.

Das Crosslinking von Geweben ist in der Medizin keine neue Tech­no­logie, sondern wird in der Zahnmedizin, Orthopädie, HNO-Bereich und in der Herzchirurgie seit vielen Jahren angewandt. 

Die Behandlung

Die Behandlung wird unter sterilen Bedingungen mit lokaler Be­täu­bung durchgeführt und dauert insgesamt circa 60 Minuten.

Zunächst wird ein Lidhalter eingesetzt, um Ihr Auge während der Be­hand­lung offen zu halten. Damit die Riboflavin Augentropfen in die Hornhaut gelangen können, wird im ersten Schritt die oberste Schicht der Horn­haut (Epithel) entfernt. Anschließend wird die Horn­haut 30 Minuten lang mit den Augentropfen durchtränkt, dann 30 Minuten lang mit UV-Licht bestrahlt und dabei weiter getropft.

Damit das Epithel wieder verheilen kann, erhält der Patient am Ende der Behandlung eine Verbandskontaktlinse, die für circa 4 bis 5 Tage auf der Hornhaut verbleibt.

Ziel der Behandlung

Ziel der Crosslinking-Behandlung ist es, die Hornhaut zu stabilisieren und die fortschreitende Vorwölbung zu stoppen. Die Erkrankung kann also nicht geheilt werden, sondern der vorhandene Zustand wird "eingefroren". 

Sollte später eine andere Operation durchgeführt werden müssen, ist dies jederzeit möglich. Wir führen die Behandlung an der Pots­damer Augenklinik seit 2008 durch.

Intacs - Intracorneale Ringsegmente

Die Intacs wurden ursprünglich für die refraktive Korrkektur von Myo­pien von ca. -1 bis -4 Dioptrien verwendet. Aufgrund der dadurch entstandenen Veränderung der Form der Hornhaut kam es zur Ver­mehrung von Abbildungsfehlern und zur Entstehung von nicht ge­wollten Hornhautverkrümmungen u. a. Komplikationen.

Heute werden die Segmente vorwiegend zur Stabilisierung der Horn­haut bei Keratokonus implantiert.

Wir bevorzugen die operative Prä­pa­ra­tion des Ring-Tunnels mit dem Intralase-Femtosekundenlaser.

links: Grafik eines Ringsegements im Auge, rechts: Fotografie eines Auges mit einem implantierten Ringsegment

Sie benötigen weitere Informationen oder wünschen eine Beratung?

Das Team der Potsdamer Augenklinik berät sie gern.
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