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Katarakt | Grauer Star

Häufig gestellte Fragen

Collage zum Thema Katarakt-OP mit einem Augenquerschnitt und zwei Impressionen aus dem OP
Gibt es eine Altersbegrenzung für eine Katarakt-OP?
Nein. Aufgrund der örtlichen Betäubung wird der Organismus des Patienten kaum beeinträchtigt und gerade im höheren Alter kann durch eine Sehverbesserung die gesamte Lebensqualität gesteigert werden.
Ist eine Katarakt-OP schmerzhaft?
Durch die Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) werden das Auge und dessen Umgebung unempfindlich, sodass der Eingriff keine Schmerzen verursacht. Während der Operation erfolgt die Kontrolle von Blutdruck, Puls, EKG und Sauerstoffsättigung.
Wie läuft der Operationstag ab?
Hierzu erhalten Sie bei der Vorsorgeuntersuchung ausführliches Informationsmaterial. Am Operationstag müssen Sie nüchtern sein. Es werden Ihnen vor dem Eingriff pupillenerweiternde Tropfen eingeträufelt. Im OP-Saal erfolgt dann eine örtliche Betäubung, durch die der Augapfel schmerzfrei wird. Während der gesamten OP wird Ihr Kreislauf ständig überwacht. Der Eingriff an sich dauert ca. 15-30 Minuten, währenddessen Sie ruhig liegen müssen. Im Anschluss wird das operierte Auge in der Regel mit einem Salbenverand abgedeckt. Rechnen Sie insgesamt mit einem Aufenthalt von ca. 2 Stunden.
Kann ich nach einer Katarakt-OP allein nach Hause gehen?
Nein! Sie brauchen in jedem Fall eine Begleitperson. Alternativ bieten wir eine Übernachtung in unserer Pension an.
Was ist nach der Katarakt-Operation zu erwarten?
Normalerweise gibt es nach der Operation keine sichtbaren Narben. Manchmal ist die Bindehaut des Auges leicht gerötet oder hat einen kleinen Bluterguss. Das ist harmlos. Im Anschluss an die Operation erhalten Sie einen Verband, welcher bereits am nächsten Tag wieder entfernt wird. Normalerweise treten keine Schmerzen oder Beschwerden auf. Sollten Sie Kopfschmerzen haben, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt. Bereits nach wenigen Tagen wird die endgültige Sehschärfe erreicht. Besprechen Sie sportliche Aktivitäten oder Ihre Berufstätigkeit mit Ihrem Arzt noch vor der OP. Innerhalb der ersten vier Wochen sollten Sie nicht schwimmen gehen, um das Risiko einer Komplikation zu minimieren.
Wie lange dauert der Heilungsprozess nach einer Katarakt-OP?
Vier bis sechs Wochen nach der OP ist der Heilungsprozess in der Regel abgeschlossen.
Ist die Kunstlinse nach einer Katarakt-OP im Auge zu spüren?
Im Gegensatz zur Kontaktlinse sitzt die Kunstlinse nicht auf der emfindlichen Hornhaut, sondern im Auge, sodass diese nicht als Fremdkörper empfunden wird.
Muss man mit Abstoßungsreaktion rechnen?
Da die künstliche Linse aus sehr gut verträglichen Kunststoffen besteht, kommen Abstoßungsreaktionen nur sehr selten vor.
Wann kann ich nach einer Katarakt-OP wieder arbeiten gehen?
Die Mehrzahl der Patienten mit Grauem Star ist älter und folglich im Ruhestand. Er kann jedoch auch bei viel jüngeren Patienten auftreten. Jeder Patient erholt sich anders und hat andere Anforderungen. Der Kataraktchirurgie folgt eine schnelle Rehabilitation, ist jedoch abhängig von einem normalen Wundheilungsverlauf. Wenn Sie einen körperlich anstrengenden Beruf ausüben oder gegenüber Staub und Hitze ausgesetzt sind, besprechen Sie die Einzelheiten am besten mit Ihrem Arzt.
Wie wird die IOL-Stärke berechnet?
Die Berechnung erfolgt mittels optischer Verfahren. Wir verwenden in der Regel zwei Geräte (IOL-Master und Aladdin), um Mess- und Berechnungsfehler zu minimieren. Im Anschluss besprechen wir mit Ihnen, welche Korrektur vorgesehen ist (z. B. für Nah oder Fern).
Muss ich nach der Katarakt-Operation Gläser verwenden?
Gelegentlich ist eine minimale Korrektur beim Sehen in die Ferne notwendig, da die Brechkraft der Linse mit hoher Genauigkeit berechnet wird. Zum Lesen benötigen Sie eine Brille. In einigen Fällen wird die Linse für eine bestimmte Entfernung in der Nähe ausgewählt. Falls dies Ihr Wunsch ist, besprechen wir dies mit Ihnen vor der Operation.
Benötige ich nach der Katarakt-OP immer noch eine Brille?

Um auf das Tragen einer Brille zu verzichten, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Ein Auge wird für die Ferne und eins für die Nähe eingestellt (Monovision).
  • In beide Augen werden multifokale Intraokularlinsen implantiert (Multifokale Trifokallinsen).

Beiden Verfahren liegt eine hohe Wahrscheinlichkeit zu Grunde, dass Sie nach der OP keine Brille mehr tragen müssen. Multifokale Intraokularlinsen führen in den meisten Fällen zu einem guten Sehen ohne Brille (für die Ferne, den Intermediärbereich und die Lesedistanz). Ca. 30 % der operierten Patienten benötigen anschließend eine leichte Brillenkorrektur. Ob Sie und Ihre Augen geeignet sind, besprechen Sie bitte bei der Voruntersuchung.

Wie lange dauert es nach der Katarakt-OP, bis ich wieder sehen kann?

Am ersten Tag nach der OP ist der Seheindruck wahrscheinlich ungewohnt und nicht optimal. Da sich Ihr Gehirn an die neuen visuellen Eindrücke erst noch gewöhnen muss, ist das völlig normal.

Wie lange benötigen meine Augen zur Gewöhnung an multifokale Linsen?

Patienten mit multifokalen IOL durchlaufen im Normalfall eine Eingewöhnungsphase und erleben in den Wochen nach der OP eine kontinuierliche Verbesserung. Dabei sind leichte Schwankungen im Sehvermögen normal. Bis die vollständige Sehverbesserung eintritt, kann es mehrere Wochen dauern. Geben Sie sich und Ihren Augen deshalb ein bisschen Zeit.

Aus welchem Grund braucht es eine Eingewöhnungszeit und was geschieht dabei?

Eine multifokale IOL projiziert mehrere Bilder auf die Netzhaut. Ihr Gehirn verwendet diese, um Objekte in unterschiedlichen Entfernungen zu erkennen. Es muss erst lernen, jene Sehinformationen auszuwählen, welche benötigt werden, um das Bild eines Objektes in naher, mittlerer oder weiter Distanz zu erzeugen. Diese Anpassungsphase ist bei jedem Patienten anders. Der Prozess kann durch eine positive Grundeinstellung beschleunigt werden.

Was sind Halos?

Bei allen multifokalen IOL können nach der Operation bestimmte optische Beeinträchtigungen auftreten. Diese sind möglicherweise bei schlechten Lichtverhältnissen, z. B. beim nächtlichen Autofahren, stärker ausgeprägt. Um entgegenkommende Fahr­zeug­schein­werfer oder Straßenlaternen können kreisrunde Lichthöfe wahrgenommen werden, die allgemein als "Halos" bezeichnet werden. Diese Effekte werden mit der Zeit schwächer und weniger störend. Auch hier kann eine positive Einstellung den Prozess beschleunigen.

Wann wird mein zweites Auge operiert?
Liegt bei Ihnen auf beiden Augen ein Grauer Star vor, wird sehr wahrscheinlich in naher Zukunft an die erste OP die zweite geplant. Sind beide Augen mit der gleichen Multifokallinse versorgt, können Sie sich besser an optische Veränderungen gewöhnen.
Ist es möglich, nach der Implantation einer normalen Linse diese nachträglich durch eine Multifokallinse auszutauschen?
Der Austausch einer normalen Linse gegen eine Multifokallinse ist zwar möglich, jedoch nicht empfehlenswert. Schonender, einfacher und auch kostengünstiger ist die zusätzliche Implantation einer Add-On-Linse. Diese kann die Funktion der Multifokalität und sogar eine zusätzliche Korrektur eines ggf. bestehenden Astigmatismus übernehmen. Die extrem dünne Add-On-Linse kann zwischen Kunstlinse und der Iris (Regenbogenhaut) implantiert werden.
Wie problematisch ist eine fortgeschrittene Katarakt?
Je reifer die Katarakt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie härter wird. Es wird dann mehr Ultraschallenergie benötigt, um den Linsenkern zu verflüssigen und abzusaugen. Ist der Kern sehr hart (braune Katarakt), empfehlen wir auf jeden Fall die Anwendung des Femto-Lasers (siehe LASICAT unter KATARAKT-OP).
Ist ein trockenes, juckendes Auge nach einer Katarakt-OP normal?

Während der Katarakt-OP wird eine Retrobulbäranästhesie (Betäubungsspritze hinter dem Auge) angewandt und zum Austausch der Linse Schnitte am Auge vorgenommen. Dies kann nach der OP zur Herabsetzung der Empfindlichkeit der Hornhaut und einer damit verbundenen Verminderung der Tränenproduktion führen.

Dieses Trockene-Augen-Gefühl (Sicca-Symptomatik) kann mit einem Tränenersatzmittel behandelt werden, welches Sie in jeder Apotheke erwerben können. Dabei gibt es unterschiedlichste Präparate mit verschiedenen Wirkstoffen. Eine Auswahl fällt häufig schwer. Lassen Sie sich daher von Ihrem Augenarzt untersuchen und beraten, gleichfalls um eine Bindehautentzündung sowie andere Ursachen auszuschließen. Hilfreich ist eine differenzierte Diagnostik in unserem Tränenlabor.

Sie benötigen weitere Informationen oder wünschen eine Beratung?

Das Team der Potsdamer Augenklinik berät sie gern.
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