Katarakt | Grauer Star
Forschung
Instrumente und Verfahren
Seit fast 40 Jahren waren und sind wir an wesentlichen Entwicklungen in der Katarakt- und Linsenchirurgie beteiligt. Seit 2008 kooperieren wir bei vielen Entwicklungsthemen mit der VR Vision Research GmbH bei uns hier im Haus.
Hier einige Beispiele aus der Vergangenheit:
OP-Instrumentarium/ -Verfahren
- Kanüle zur Kapselpolitur, Pat. Anmeldung 1989
- Ultraschallpolitur der Linsenkapsel, Anmeldung 1999
- Haltepinzette für ICL-Kartuschen (Cartridge Holder, Fa. Katana, USA)
- Implantatationsspatelpinzette (Fa. Deutschmann, Zittau)
- Kopflagerungssystem für Augenoperationen, Pat. Anmeld. 1988
- Spülkanüle mit Irisretraktor, "Irrigation hook" (Fa Geuder, Heidelberg)
- Installationskanüle für Vision Blue bei Cat. mat. (Fa. Bausch& Lomb, D)

- Selektive und kontrollierte Anfärbung der Linsenkapsel bei maturer Katarakt
- TCI Topography Controlled Incision, 2002
- "TDI - ein neues Konzept in der refraktiven Kataraktchirurgie", Array-roundtable, AMO, Kiel, 5.7.2003
- TDI - Topography double incision, Poster, Vortrag
- WORCS (Wavefront Oriented Refractive Surgery), 2001, 2002
- "Managing Astigmatism in Cataract Surgery: MICS, TDI, toric IOL or LASICAT?", Afro-Asian Congress of Ophthalmology, Istanbul, 18.-22.6.2004

Entfernung der Augenlinse
- Zerkleinerung der Augenlinse mittels optischer Energie, "Laser-Phako", mit einer Patentanmeldung 1985
- 2002 Konzept "Femtokatarakt", mit einer Patentanmeldung 2003
- 2004 Vorstellung des Konzepts ( LASICAT, Video ASCRS 2004 in San Diego) > zum Video
- "Limiting aspects in LASICAT", Poster WOC AbuDhabi 2012
LASICAT - Femto-Laser-assistierte Katarakt-OP
Der von uns 2003/ 2004 mit initiierte Einsatz des Femtosekundenlasers für die Kataraktoperation findet inzwischen weltweite Anwendung (mehr bei KATARAKT --> Behandlungsmöglichkeiten --> LASICAT).
OP-Instrumentarium/ -Verfahren
- Kanüle zur Kapselpolitur, Pat. Anmeldung 1989
- Ultraschallpolitur der Linsenkapsel, Anmeldung 1999
- Haltepinzette für ICL-Kartuschen (Cartridge Holder, Fa. Katana, USA)
- Implantatationsspatelpinzette (Fa. Deutschmann, Zittau)
- Kopflagerungssystem für Augenoperationen, Pat. Anmeld. 1988
- Spülkanüle mit Irisretraktor, "Irrigation hook" (Fa Geuder, Heidelberg)
- Installationskanüle für Vision Blue bei Cat. mat. (Fa. Bausch& Lomb, D)

- Selektive und kontrollierte Anfärbung der Linsenkapsel bei maturer Katarakt
- TCI Topography Controlled Incision, 2002
- "TDI - ein neues Konzept in der refraktiven Kataraktchirurgie", Array-roundtable, AMO, Kiel, 5.7.2003
- TDI - Topography double incision, Poster, Vortrag
- WORCS (Wavefront Oriented Refractive Surgery), 2001, 2002
- "Managing Astigmatism in Cataract Surgery: MICS, TDI, toric IOL or LASICAT?", Afro-Asian Congress of Ophthalmology, Istanbul, 18.-22.6.2004

Entfernung der Augenlinse
- Zerkleinerung der Augenlinse mittels optischer Energie, "Laser-Phako", mit einer Patentanmeldung 1985
- 2002 Konzept "Femtokatarakt", mit einer Patentanmeldung 2003
- 2004 Vorstellung des Konzepts ( LASICAT, Video ASCRS 2004 in San Diego) > zum Video
- "Limiting aspects in LASICAT", Poster WOC AbuDhabi 2012
LASICAT - Femto-Laser-assistierte Katarakt-OP
Der von uns 2003/ 2004 mit initiierte Einsatz des Femtosekundenlasers für die Kataraktoperation findet inzwischen weltweite Anwendung (mehr bei KATARAKT --> Behandlungsmöglichkeiten --> 2. LASICAT).
Implantate IOL
Von 1984 bis 1990 wurde am Aufbau einer eigenen IOL-Produktion für den DDR-Bedarf gearbeitet. Kurz vor Fertigstellung des Projektes wurde es aufgrund der neuen wirtschaftspolitischen Situation abgebrochen.
▲ Herstellungstechnik IOL-Produktion (Eigenbau) für "Dr.Rasch Intraokularlinsen Falkensee"
Entwicklung eines neuen IOL Designs:
die "Turtle-IOL", Patentanmeldungen 1996, 2000 (zur Korrektur der individuellen Aberration), 2006.
Statt der Zweipunktfixation konzipierten wir eine Vier-Zonen-Abstützung (Offenlegungsschrift DE 196 37 693 A1, 1996).
Aus dieser Grundstrategie erwuchsen 3 neue Grundvarianten:
- 4 offene federnde "Füße"
- 4 geschlossene Haptiken, auch mit 3 "Öhrchen"
- 4-eckige Plattenhaptiken bzw. mit steiferen Bügeln.
Diesem Denkansatz folgend wurden in den Folgejahren zahlreiche Modifikationen entwickelt. Die Zentrierung der Intraokularlinsen verbesserte sich. Es gab weniger Faltenbildung der Kapseln, weniger Verkippung. Durch die bei unserem "Turtle"-Konzept im Durchmesser flexiblen Haptiken (Abb.) konnte sich die neue Linse an unterschiedlich große Kapseln anpassen und außerdem vor die Kapsel in den Sulcus implantiert werden.
▲ Offene flexible Haptiken
▲ links & Mitte: geschlossene Haptiken/ federnd, rechts Plattenhaptik
Hieraus resultierten verschiedene Design-Varianten (Auswahl):
Die von der Fa. Oculentis realisierte IOL ist in verschiedenen Ausführungsvarianten im Angebot.
Genannt seien noch weitere eigene IOL-Konzepte, wie Intraokularlinsen
- mit Lochblenden, (GM 20 2013 104 393.1)
- Aberrationen korrigierend (DE 100 25 320 A1, 2000), (DE 10 2009 006 023 A1, 2009)
- individuellen Farbfiltern (DE 10 2006 018 913 A1).
Kapselspannringe
Allgemeines
Kapselspannringe sind Zusatzimplantate für die Linsenchirurgie. Sie werden zusammen mit den künstlichen Linsen in den Kapselsack eingesetzt, um ihn "aufzuspannen". Dies kann sinnvoll sein für eine bessere Zentrierung der IOL oder bei lockeren Fasern der Linsenaufhängung.
Ursprünglich befanden sich bei den Kapselspannringen an beiden Enden der Ringe kreisrunde kleine Öhrchen, die gelegentlich bei sehr lockerem Kapselsack zur Perforation desselben führten.

▲ Ursprünglicher Kapselspannring
Es entstand die Idee, das führende Ende der Spannringe mit einer größeren Rundung zu versehen. Die Gefahr einer Kapselsackperforation wurde so deutlich reduziert (Offenlegungsschrift DE 196 37 692 A1, 1996). Auch hier stellte das erste Modell für uns die Firma Morcher her (Typ 2). An dieser Stelle dem Team um Herrn Morcher in Stuttgart für die insgesamt über Jahre gehende konstruktive Zusammenarbeit herzlichen Dank.
Zahlreiche Firmen übernahmen dieses Design. Es ist heute weltweiter Standard.


▲ links: Abb. aus Offenlegungsschrift "Das neue Führungsende", rechts: Modifikation mit "scharfer Kante"
Ein ganz anderes Problem kann es bei der Implantation von torischen IOL (bei stärkerer Hornhautverkrümmung) geben. In seltenen Fällen ist der Kapselsack unrund und die schon implantierte Linse kann sich ggf. aus der gewünschten Position wieder etwas verdrehen. Für solche Fälle entwarfen wir einen Kapselspannring, der ein unerwünschtes Verdrehen der IOL verhindert: den Typ 50 B als "Rotationsbremse".

▲ Kapselspannring als "Rotationsbremse", Fa Morcher, Typ 50B
Kapselspannringe mit Irisblenden
Die Iris des Auges wirkt mit der Pupille als Blende für schärferes Sehen ähnlich wie die "Iris-Blende" klassischer Fotoapparate. Fehlt die Iris oder hat sie größere Defekte (durch Unfall, Krankheit oder angeboren), gibt es keine scharfe Abbildung auf der Netzhaut. Die Patienten sind meist stark geblendet, zum Beispiel auch bei Albinismus.

▲ links: Iris-Defekte, rechts: Plattenblende
Die in den 90-er Jahren auf dem Markt befindlichen pupillenbildenden Implantate bestanden aus meist das vordere Auge ausfüllende schwarzen PMMA-Platten mit einem Loch. Diese relativ großen Implantate führten oft zu Komplikationen an Hornhaut und zu Druckanstiegen. War bei einem Patienten mit solchen Irisdefekten als Operation ein Linsentausch (Kataraktoperation) vorgesehen, entstand bei uns die Idee, während des Eingriffes gleich eine Blende mit an den Bestimmungsort der Kunstlinse zu implantieren: in den Kapselsack.
Die Vorteile des neuen Konzeptes:
- kleinerer Schnitt,
- kleineres Implantat,
- Ausspannen der Linsenkapsel,
- keine Nachteile für Nachbargewebe, weniger Komplikationen.
In kurzer Zeit fertigte die Fa. Morcher in Stuttgart mehrere Modelle von Kapselspannringen mit ringförmigen Blendenfunktionen.
Als die Implantate fertig waren, fehlte uns der erste "passende Patient". Da kam eine Anfrage aus New York: Dr. Ken Rosenthal hatte einen schwierigen Fall, für den er den Blendenring, von dem er gehört hatte, für geeignet hielt. So kam es, dass wir die erste Operation mit diesem neuartigen Implantat dort in den USA zusammen vornahmen. Er operierte, Dr. Rasch sollte ihm assistieren und ihm sagen, wie die Kapselspannringe zu implantieren wären. Nach der gelungenen OP seine schmunzelnde Frage: "It was your first case too?"

▲ Dr. Rosenthal beim Amerikanischen Kongress für Augenchirurgie und der Verleihung eines Film-Oscars
Im Folgejahr erhielt Dr. Rosenthal bei der ASCRS, dem amerikanischen Kongress für Augenchirurgie, einen Film-Oscar. Weitere Preise folgten ...
Neben patientenbegleitenden TV-Berichten berichtete letztlich auch die ARD in den Tagesthemen über unsere Arbeit im Potsdamer Augen-OP, über die "künstliche Iris" aus Potsdam.
Kapselspannringe mit Kolobomblenden
Neben totalem Fehlen der Blendenfunktion der Iris können auch schon kleinere Defekte zu Abbildungsfehlern und Blendung führen. Hierzu zählen angeborene Kolobome oder solche nach Unfall. Für diese Indikationen entwarfen wir mit Herrn Morcher eine ganze Reihe von Ringen mit Segmentblenden. Diese wurden dann bei den verschiedensten Indikationen implantiert und die Ergebnisse wiederum in den USA bei der ASCRS 1998 vorgestellt.
Für das Kongress-Video zur Implantation bei Albinismus erhielten wir sowohl einen der begehrten Oscars auf dem Filmfestival der ASCRS als auch den Posterpreis als Anerkennung für das Kapselspannring-Gesamtkonzept.

▲ Dr. Rasch erhält den Film-Oscar
In der Video-Bibliothek der ASCRS wurde das Konzept als wichtige Innovation gewürdigt, Dr. Rasch als der "Innovator". Die Kapselspannringe mit Iris- und Kolobomblenden werden inzwischen von mehreren Firmen hergestellt und weltweit implantiert. Farbige Varianten produzierte die holländische Firma Ophtec in braun und grün.
Ausblick - Die Zukunft hat begonnen
LAL - Light Adjustable Lense
Die LAL ist eine Intraokularlinse, die nach der Implantation in das Auge durch eine spezielle UV-Bestrahlung in ihrer Brechkraft noch verändert werden kann. Somit kann das Ziel, ein "Sehen ohne Brille", noch genauer erreicht werden. Die Potsdamer Augenklinik im Graefe-Haus gehörte 2008 zu den ersten Kliniken in Europa, die diese neue Technik einführte. Mit der Entwicklung spezieller Zusatzimplantate (Offenlegungsschrift DE 10 2010 017 240 A1) leisteten wir einen Beitrag zur Verbesserung des Verfahrens und für mehr Sicherheit für unsere Patienten.
Als Bestrahlungsschutz für "Light Adjustable Lenses" und Patienten mit Albinismus entwarfen wir Sektoren-Blenden für den Kapselsack.
▲ Einsatz einer Blende beim Patienten
Die zweite Generation der LAL soll nun neue Perspektiven für die Kataraktchirurgie eröffnen.
Allgemeines
Kapselspannringe sind Zusatzimplantate für die Linsenchirurgie. Sie werden zusammen mit den künstlichen Linsen in den Kapselsack eingesetzt, um ihn "aufzuspannen". Dies kann sinnvoll sein für eine bessere Zentrierung der IOL oder bei lockeren Fasern der Linsenaufhängung.
Ursprünglich befanden sich bei den Kapselspannringen an beiden Enden der Ringe kreisrunde kleine Öhrchen, die gelegentlich bei sehr lockerem Kapselsack zur Perforation desselben führten.
▲ Ursprünglicher Kapselspannring
Es entstand die Idee, das führende Ende der Spannringe mit einer größeren Rundung zu versehen. Die Gefahr einer Kapselsackperforation wurde so deutlich reduziert (Offenlegungsschrift DE 196 37 692 A1, 1996). Auch hier stellte das erste Modell für uns die Firma Morcher her (Typ 2). An dieser Stelle dem Team um Herrn Morcher in Stuttgart für die insgesamt über Jahre gehende konstruktive Zusammenarbeit herzlichen Dank.
Zahlreiche Firmen übernahmen dieses Design. Es ist heute weltweiter Standard.
▲ links: Abb. aus Offenlegungsschrift "Das neue Führungsende", rechts: Modifikation mit "scharfer Kante"
Ein ganz anderes Problem kann es bei der Implantation von torischen IOL (bei stärkerer Hornhautverkrümmung) geben. In seltenen Fällen ist der Kapselsack unrund und die schon implantierte Linse kann sich ggf. aus der gewünschten Position wieder etwas verdrehen. Für solche Fälle entwarfen wir einen Kapselspannring, der ein unerwünschtes Verdrehen der IOL verhindert: den Typ 50 B als "Rotationsbremse".
▲ Kapselspannring als "Rotationsbremse", Fa Morcher, Typ 50B
Kapselspannringe mit Irisblenden
Die Iris des Auges wirkt mit der Pupille als Blende für schärferes Sehen ähnlich wie die "Iris-Blende" klassischer Fotoapparate. Fehlt die Iris oder hat sie größere Defekte (durch Unfall, Krankheit oder angeboren), gibt es keine scharfe Abbildung auf der Netzhaut. Die Patienten sind meist stark geblendet, zum Beispiel auch bei Albinismus.

▲ links: Iris-Defekte, rechts: Plattenblende
Die in den 90-er Jahren auf dem Markt befindlichen pupillenbildenden Implantate bestanden aus meist das vordere Auge ausfüllende schwarzen PMMA-Platten mit einem Loch. Diese relativ großen Implantate führten oft zu Komplikationen an Hornhaut und zu Druckanstiegen. War bei einem Patienten mit solchen Irisdefekten als Operation ein Linsentausch (Kataraktoperation) vorgesehen, entstand bei uns die Idee, während des Eingriffes gleich eine Blende mit an den Bestimmungsort der Kunstlinse zu implantieren: in den Kapselsack.
Die Vorteile des neuen Konzeptes:
- kleinerer Schnitt,
- kleineres Implantat,
- Ausspannen der Linsenkapsel,
- keine Nachteile für Nachbargewebe, weniger Komplikationen.
In kurzer Zeit fertigte die Fa. Morcher in Stuttgart mehrere Modelle von Kapselspannringen mit ringförmigen Blendenfunktionen.
Als die Implantate fertig waren, fehlte uns der erste "passende Patient". Da kam eine Anfrage aus New York: Dr. Ken Rosenthal hatte einen schwierigen Fall, für den er den Blendenring, von dem er gehört hatte, für geeignet hielt. So kam es, dass wir die erste Operation mit diesem neuartigen Implantat dort in den USA zusammen vornahmen. Er operierte, Dr. Rasch sollte ihm assistieren und ihm sagen, wie die Kapselspannringe zu implantieren wären. Nach der gelungenen OP seine schmunzelnde Frage: "It was your first case too?"

▲ Dr. Rosenthal beim Amerikanischen Kongress für Augenchirurgie und der Verleihung eines Film-Oscars
Im Folgejahr erhielt Dr. Rosenthal bei der ASCRS, dem amerikanischen Kongress für Augenchirurgie, einen Film-Oscar. Weitere Preise folgten ...
Neben patientenbegleitenden TV-Berichten berichtete letztlich auch die ARD in den Tagesthemen über unsere Arbeit im Potsdamer Augen-OP, über die "künstliche Iris" aus Potsdam.
Kapselspannringe mit Kolobomblenden
Für das Kongress-Video zur Implantation bei Albinismus erhielten wir sowohl einen der begehrten Oscars auf dem Filmfestival der ASCRS als auch den Posterpreis als Anerkennung für das Kapselspannring-Gesamtkonzept.

▲ Dr. Rasch erhält den Film-Oscar
Ausblick - Die Zukunft hat begonnen
LAL - Light Adjustable Lense
Die LAL ist eine Intraokularlinse, die nach der Implantation in das Auge durch eine spezielle UV-Bestrahlung in ihrer Brechkraft noch verändert werden kann. Somit kann das Ziel, ein "Sehen ohne Brille", noch genauer erreicht werden. Die Potsdamer Augenklinik im Graefe-Haus gehörte 2008 zu den ersten Kliniken in Europa, die diese neue Technik einführte. Mit der Entwicklung spezieller Zusatzimplantate (Offenlegungsschrift DE 10 2010 017 240 A1) leisteten wir einen Beitrag zur Verbesserung des Verfahrens und für mehr Sicherheit für unsere Patienten.
Als Bestrahlungsschutz für "Light Adjustable Lenses" und Patienten mit Albinismus entwarfen wir Sektoren-Blenden für den Kapselsack.
▲ Einsatz einer Blende beim Patienten
Die zweite Generation der LAL soll nun neue Perspektiven für die Kataraktchirurgie eröffnen.
Ringblenden
Für spezielle Fragestellungen können alternativ zu den Kapselspannringen mit Irisblenden auch geschlossene Blenden in den Kapselsack implantiert werden. Bei der UV-Bestrahlung von LAL-IOL kann somit die Netzhaut vor einer möglichen Schädigung geschützt werden. Auch diese Blenden wurden von uns (VR Vision Research GmbH) zusammen mit der Fa. Morcher/ Stuttgart entwickelt und in der Augenklinik erstmals 2015 implantiert.
Für andere Indikationen (z.B. irreversible Mydriasis, Aniridie, Albinismus) bzw. IOL ist der innere Durchmesser kleiner, 4mm.
Basisforschung & Konzepte
LASICAT - Femtolaserassistierte Kataraktoperation
Multi-Funktional-Diagnostik
In den 70igern und 80iger Jahren bestanden Diagnostik-Geräte in der Augenheilkunde vorwiegend aus feinmechanischer wie optischer Präzisionsarbeit. In Westeuropa kamen erste Geräte auf den Markt, bei denen rechnergestützte Messtechniken eine immer größere Rolle spielten.

Eines war allen jedoch gemein:
Für jede Messaufgabe wurde ein separates Gerät mit einer mono-funktionalen Zielstellung entwickelt.
Die Patienten mussten dabei oft den Untersuchungsplatz wechseln, von Hocker zu Hocker. Einen ersten Fortschritt stellten sogenannte Untersuchungseinheiten dar. Hier wurden die Einzelgeräte nacheinander vor den Patienten geschwenkt.
Ende der 70iger hatte Dr. Rasch das Glück - wie meist durch Zufall - einen der führenden Köpfe in der DDR auf dem Gebiet der Optoelektronik, Prof. Jürgen Waldmann, kennenzulernen. Zahlreiche Ideen, Konzepte und Patentanmeldungen für eine neuartige Diagnostik am Auge entstanden in den Folgejahren gemeinsam. Interessanterweise entwickelten sie zusammen sogar Ideen zu neuartigen Lösungen für die Optoelektronik: als Beispiel sei ein seinerzeit noch nicht realisierter neuartiger Chip genannt, der Emitter und Sensoren, also Beleuchtung und Empfänger, auf einem kombiniert. (Patentschrift DD 233 463 A1, 1984) Erst viel später wurde diese neue Chip-Generation Realität.

▲ Prof. Jürgen Waldmann
Irgendwann entstand die Idee, mit geeigneten Anordnungen von Optiken, optoelektronischen (und anderen) Sensoren sowie Emittern (z. B. LEDs) eine Reihe ganz unterschiedlicher Augenuntersuchungen in einem Gerät kombinieren zu können: „Multifunktionaldiagnostik am Auge“. (Patentschrift DD 233 299 A1, 1984)
Auch eine direkte Koppelung von Beleuchtung, Diagnostik und Strahlentherapie in einem Element stammt aus dieser Zeit (PS DD 250 590 A1, 1985). Gezielt in der Bundesrepublik angesprochene Firmen lehnten ungläubig ab. Auch die Möglichkeit ein erstes einfaches Funktionsmuster auf verschiedenen internationalen Messen zu demonstrieren, brachte zwar großes Interesse aber keinen potentiellen Kauf-Interessenten.
Heute ist diese "Denkweise" bei den meisten augenärztlichen Diagnostik-Geräten wiederzufinden. Auch sonst ist es ganz allgemein üblich geworden, multifunktional zu denken (siehe Smartphones).

▲ Bild 1: Erstes Modell 1988, Bild 2-4: Projektion von Lichtpunkten auf die Hornhaut zur Bestimmung der Hornhauttopographie (Aufnahme mit der 1. CCD-Matrix-Kamera, Made in DDR) "Multifunktionalkamera"- erstes Funktionsmuster 1988, Bild 5: Topographie 30 Jahre später: Cassini-2018 (v.l.n.r.)
Ein weiteres Beispiel aus der Grundlagenforschung
Kann die Sehschärfe durch eine personalisierte Lasik "endlos" gesteigert werden?
Mit Entwicklung von Diagnostikgeräten zur Messung der Abbildungsfehler (Aberrationen) des Auges wurde in der refraktiven Chirurgie auch eine Möglichkeit zur operativen Korrektur dieser Aberrationen und damit zur Steigerung der Sehschärfe geschaffen. In den Medien gab es euphorische Beiträge über die neuen OP-Möglichkeiten: 400% Sehschärfe?
Da dies nicht so sein konnte und die aktuelle Sehschärfe immer von vielen Faktoren abhängig ist, untersuchten wir über 2.000 Augen Potsdamer Jugendlicher um die Abhängigkeit der Aberrationen von den verschiedensten Einflussfaktoren aufzuzeigen. Das auf dem Europäischen Kongress für refraktive Chirurgie (ESCRS) 2001 gezeigte Poster wurde international dann der erste kritische Beitrag zur personalisierten Laserchirurgie, gewürdigt mit dem (einzigen) Preis des damaligen Kongresses.

▲ links: FOCUS-Magazin; rechtes Bild: Posterpreis Europäischer Kongress für refraktive Chirurgie/ ESCRS (2001)
Irisregistrierung bei Refraktiven Operationen
Kann die Achse der im Sitzen gemessenen Hornhautverkrümmung bedenkenlos auf den im Liegen zu behandelnden Patienten übertragen werden?
Bei der operativen Korrektur von Fehlsichtigkeiten ist die Korrektur der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Wir fragten uns, wie sich die Achslage vom Sitzen bei der Messung zum Liegen bei der Operation verändert. In einer Studie konnten wir 1999 zeigen, dass ein Auge sich durchaus um 10 Grad und mehr bei Wechsel der Körperlage drehen kann. Damit können erhebliche Abweichungen vom gewünschten OP-Ergebnis entstehen. Unsere hieraus resultierende Forderung an die Industrie, eine technische Möglichkeit zu entwickeln, die Achslage vom Sitzen zum Liegen per Iriserkennung übernehmen und korrigieren zu können, wurde seinerzeit verneint bzw. ignoriert.
Heute besitzen alle Laser für personalisierte Behandlungen solche Möglichkeiten, bei der Laserkorrektur an der Hornhaut (LASIK) wie bei der femtosekundenlaser-gestützten Kataraktoperation (LASICAT). Diese Forderung von uns in der Potsdamer Augenklinik im Graefe-Haus wurde umgesetzt.
▲ links: Aberrometrie am iDesign mit Irisregistrierung, rechts: Wiedererkennen des Auges am VISX
▲ links: Nach Vermessen des Auges am Cassini-Topograph: Wiedererkennen der Irisstruktur am LensAR, rechts: Behandlungsplanung am LensAR
Publikationen, fachbezogene Auswahl
- "Do we need the CIA in Cataract Surgery? Endoskopische Verlaufskontrolle während einer Kataraktoperation: Erstaufnahme 13. Januar 1999 Potsdam", veröffentlicht in Videocompetition of ASCRS Seattle 1999, Videocompetition of DOC Nuernberg 1999
- "Do we need the CIA in Cataract Surgery?", Videocompetition, XVlI.Congress ESCRS, Vienna 1999, 2nd prize, Art.Cat.
- "Interface cleaning by I/A-Tunnel-Technique – case report
- "Topographie oriented Double-Incision (TDI) – a new concept in refractive Cataract surgery", ESCRS München, 06.-10.09.2003
- "Topography-Oriented Double Incision – A new concept for Managment of Astigmatism in Refractive Cataract Surgery", ASCRS, San Diego, 01.-05.05.2004
- "Laser in Cataract Surgery – LASICAT", Afro-Asian Congress of Ophthalmology, Istanbul, 18.-22.06.2004
- "Topography oriented Double-Incision (TDI) – a new concept for management astigmatism in refractive Cataract surgery", Afro-Asian Congress of Ophthalmology, Istanbul, 18.-22.06.2004
- "Topographie oriented Double-Incision (TDI) – a new concept in refractive Cataract surgery", ESCRS Paris, 18.-22.09.2004
- "Laser in Cataract Surgery - LASICAT", ESCRS Paris, 18.-22.09.2004
- "Management and implantation of the Acriflex 62 Toric IOL", ASCRS, San Francisco, 17.-22.03.2006
- "Management und Implantation der ACRFLEX 62 VR TI- der ersten personalisierten und individuell produzierten torischen IOL. Erste Ergebnisse.", DOG, Nürnberg, 25.-28.05.2006
- "Management and Implantation of LU 804 VR-T (Toric Individual) the first individual produced toric IOL." XII. Oph. Balticum, Riga, 24.-26.08.2007
- Mitarbeit an der Basisforschung und Entwicklung wellenfrontgeführter Diagnostik und Entwicklung neuer operativer Lasertechnologien Volker Rasch, Axel Weber
- "Reproducibility and Reliability of the Wavefront Analysis by Zywave Aberrometer - Influences of Zywave, by Patients and Examiners", Posterpräsentation, 5th ESCRS Winter Refractive Surgery Meeting, Cannes 2001, prize of congress
LASICAT - Femtolaserassistierte Kataraktoperation
Multi-Funktional-Diagnostik
In den 70igern und 80iger Jahren bestanden Diagnostik-Geräte in der Augenheilkunde vorwiegend aus feinmechanischer wie optischer Präzisionsarbeit. In Westeuropa kamen erste Geräte auf den Markt, bei denen rechnergestützte Messtechniken eine immer größere Rolle spielten.


Eines war allen jedoch gemein:
Für jede Messaufgabe wurde ein separates Gerät mit einer mono-funktionalen Zielstellung entwickelt.
Die Patienten mussten dabei oft den Untersuchungsplatz wechseln, von Hocker zu Hocker. Einen ersten Fortschritt stellten sogenannte Untersuchungseinheiten dar. Hier wurden die Einzelgeräte nacheinander vor den Patienten geschwenkt.
Ende der 70iger hatte Dr. Rasch das Glück - wie meist durch Zufall - einen der führenden Köpfe in der DDR auf dem Gebiet der Optoelektronik, Prof. Jürgen Waldmann, kennenzulernen. Zahlreiche Ideen, Konzepte und Patentanmeldungen für eine neuartige Diagnostik am Auge entstanden in den Folgejahren gemeinsam. Interessanterweise entwickelten sie zusammen sogar Ideen zu neuartigen Lösungen für die Optoelektronik: als Beispiel sei ein seinerzeit noch nicht realisierter neuartiger Chip genannt, der Emitter und Sensoren, also Beleuchtung und Empfänger, auf einem kombiniert. (Patentschrift DD 233 463 A1, 1984) Erst viel später wurde diese neue Chip-Generation Realität.
▲ Prof. Jürgen Waldmann
Irgendwann entstand die Idee, mit geeigneten Anordnungen von Optiken, optoelektronischen (und anderen) Sensoren sowie Emittern (z. B. LEDs) eine Reihe ganz unterschiedlicher Augenuntersuchungen in einem Gerät kombinieren zu können: „Multifunktionaldiagnostik am Auge“. (Patentschrift DD 233 299 A1, 1984)
Auch eine direkte Koppelung von Beleuchtung, Diagnostik und Strahlentherapie in einem Element stammt aus dieser Zeit (PS DD 250 590 A1, 1985). Gezielt in der Bundesrepublik angesprochene Firmen lehnten ungläubig ab. Auch die Möglichkeit ein erstes einfaches Funktionsmuster auf verschiedenen internationalen Messen zu demonstrieren, brachte zwar großes Interesse aber keinen potentiellen Kauf-Interessenten.
Heute ist diese "Denkweise" bei den meisten augenärztlichen Diagnostik-Geräten wiederzufinden. Auch sonst ist es ganz allgemein üblich geworden, multifunktional zu denken (siehe Smartphones).
▲ Bild 1: Erstes Modell 1988, Bild 2-4: Projektion von Lichtpunkten auf die Hornhaut zur Bestimmung der Hornhauttopographie (Aufnahme mit der 1. CCD-Matrix-Kamera, Made in DDR) "Multifunktionalkamera"- erstes Funktionsmuster 1988, Bild 5: Topographie 30 Jahre später: Cassini-2018 (v.l.n.r.)
Ein weiteres Beispiel aus der Grundlagenforschung
Kann die Sehschärfe durch eine personalisierte Lasik "endlos" gesteigert werden?
Mit Entwicklung von Diagnostikgeräten zur Messung der Abbildungsfehler (Aberrationen) des Auges wurde in der refraktiven Chirurgie auch eine Möglichkeit zur operativen Korrektur dieser Aberrationen und damit zur Steigerung der Sehschärfe geschaffen. In den Medien gab es euphorische Beiträge über die neuen OP-Möglichkeiten: 400% Sehschärfe?
Da dies nicht so sein konnte und die aktuelle Sehschärfe immer von vielen Faktoren abhängig ist, untersuchten wir über 2.000 Augen Potsdamer Jugendlicher um die Abhängigkeit der Aberrationen von den verschiedensten Einflussfaktoren aufzuzeigen. Das auf dem Europäischen Kongress für refraktive Chirurgie (ESCRS) 2001 gezeigte Poster wurde international dann der erste kritische Beitrag zur personalisierten Laserchirurgie, gewürdigt mit dem (einzigen) Preis des damaligen Kongresses.

▲ links: FOCUS-Magazin; rechtes Bild: Posterpreis Europäischer Kongress für refraktive Chirurgie/ ESCRS (2001)
Iriregistrierung bei Refraktiven Operationen
Kann die Achse der im Sitzen gemessenen Hornhautverkrümmung bedenkenlos auf den im Liegen zu behandelnden Patienten übertragen werden?
Bei der operativen Korrektur von Fehlsichtigkeiten ist die Korrektur der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Wir fragten uns, wie sich die Achslage vom Sitzen bei der Messung zum Liegen bei der Operation verändert. In einer Studie konnten wir 1999 zeigen, dass ein Auge sich durchaus um 10 Grad und mehr bei Wechsel der Körperlage drehen kann. Damit können erhebliche Abweichungen vom gewünschten OP-Ergebnis entstehen. Unsere hieraus resultierende Forderung an die Industrie, eine technische Möglichkeit zu entwickeln, die Achslage vom Sitzen zum Liegen per Iriserkennung übernehmen und korrigieren zu können, wurde seinerzeit verneint bzw. ignoriert.
Heute besitzen alle Laser für personalisierte Behandlungen solche Möglichkeiten, bei der Laserkorrektur an der Hornhaut (LASIK) wie bei der femtosekundenlaser-gestützten Kataraktoperation (LASICAT). Diese Forderung von uns in der Potsdamer Augenklinik im Graefe-Haus wurde umgesetzt.
▲ links: Aberrometrie am iDesign mit Irisregistrierung, rechts: Wiedererkennen des Auges am VISX
▲ links: Nach Vermessen des Auges am Cassini-Topograph: Wiedererkennen der Irisstruktur am LensAR, rechts: Behandlungsplanung am LensAR
Publikationen, fachbezogene Auswahl
- "Do we need the CIA in Cataract Surgery? Endoskopische Verlaufskontrolle während einer Kataraktoperation: Erstaufnahme 13. Januar 1999 Potsdam", veröffentlicht in Videocompetition of ASCRS Seattle 1999, Videocompetition of DOC Nuernberg 1999
- "Do we need the CIA in Cataract Surgery?", Videocompetition, XVlI.Congress ESCRS, Vienna 1999, 2nd prize, Art.Cat.
- "Interface cleaning by I/A-Tunnel-Technique – case report
- "Topographie oriented Double-Incision (TDI) – a new concept in refractive Cataract surgery", ESCRS München, 06.-10.09.2003
- "Topography-Oriented Double Incision – A new concept for Managment of Astigmatism in Refractive Cataract Surgery", ASCRS, San Diego, 01.-05.05.2004
- "Laser in Cataract Surgery – LASICAT", Afro-Asian Congress of Ophthalmology, Istanbul, 18.-22.06.2004
- "Topography oriented Double-Incision (TDI) – a new concept for management astigmatism in refractive Cataract surgery", Afro-Asian Congress of Ophthalmology, Istanbul, 18.-22.06.2004
- "Topographie oriented Double-Incision (TDI) – a new concept in refractive Cataract surgery", ESCRS Paris, 18.-22.09.2004
- "Laser in Cataract Surgery - LASICAT", ESCRS Paris, 18.-22.09.2004
- "Management and implantation of the Acriflex 62 Toric IOL", ASCRS, San Francisco, 17.-22.03.2006
- "Management und Implantation der ACRFLEX 62 VR TI- der ersten personalisierten und individuell produzierten torischen IOL. Erste Ergebnisse.", DOG, Nürnberg, 25.-28.05.2006
- "Management and Implantation of LU 804 VR-T (Toric Individual) the first individual produced toric IOL." XII. Oph. Balticum, Riga, 24.-26.08.2007
- Mitarbeit an der Basisforschung und Entwicklung wellenfrontgeführter Diagnostik und Entwicklung neuer operativer Lasertechnologien Volker Rasch, Axel Weber
- "Reproducibility and Reliability of the Wavefront Analysis by Zywave Aberrometer - Influences of Zywave, by Patients and Examiners", Posterpräsentation, 5th ESCRS Winter Refractive Surgery Meeting, Cannes 2001, prize of congress