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Prävention |
Vorsorge & Sicherheit

Glaukomvorsorge

Vorsorgeuntersuchungen dienen dazu, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen, um durch genügende Maß­nah­men ein Fort­schreiten zu verhindern oder mindestens zu verlangsamen.

Beim Glaukom rechnet man mit ca. 800 000 er­krank­ten Men­schen in Deutsch­land. Etwas 1.000 sollen pro Jahr er­blinden. 

Die Frage, ob eine Vorsorge sinnvoll ist, können sicher die am besten beant­wor­ten, die bereits Ausfälle im Gesichtsfeld haben oder zu den praktisch er­blin­deten Personen gehören.

Eine Glaukomvorsorge generell in Frage zu stellen, ist sicher eine Mi­schung aus Nicht­wissen, Menschen­ver­ach­tung und falscher Kosten­politik.

Allerdings lehnen wir in unserer Klinik den so­ge­nann­ten klei­nen "Glaukom-IGeL" auch ab, da hier nur Patienten mit aktuell deut­lich erhöhtem Augen­innen­druck und/ oder fortgeschrittener Ex­ka­va­tion der Sehnerven als glaukom­verdächtig entdeckt werden können.

Wann wird ein Gutachten benötigt?

Aufgrund der Bedeutung einer früh­zeitige Entdeckung eines Glau­koms raten wir deshalb, wenn dann zu einer gründlichen Vorsorgeuntersuchung. Folgende drei Dinge werden untersucht:

1. Der Augendruck

In der Regel ist das Glaukom ge­kenn­zeichnet durch zu hohen Augen­druck. Diese Form ist auch im Frühstadium relativ leicht zu erkennen.

Zu beachten ist bei der Messung des Augen­innen­druckes die Horn­hautdicke. Eine Horn­haut, die dicker als die „Norm“ ist, täuscht einen höheren Augen­innen­druck vor. Eine zu dünne Hornhaut ver­schleiert einen erhöhten Druck.

Die Messung der Hornhautdicke erfolgt be­rüh­rungs­los und ist nur einmalig erforderlich. Bei einem hohen Prozent­satz der über 40-Jährigen entwickelt sich aber ein so genanntes Nie­der­druck­glau­kom. Der Druck ist unter 20 mmHg. Hier könnte des Verhältnis von allgemeinem Blutdruck (der dann meist recht niedrig ist) und des Augen­innen­druckes nicht – oder die Er­näh­rungs­si­tua­tion der Seh­ner­ven­fasern nicht aus­rei­chend sein.

Daher empfehlen wir die Messung der okulären Puls­ampli­tude (OPA) mit Pascal Contour To­no­me­ter (eine zu geringe Amplitude soll ein Hinweis für eine mögliche Ge­fähr­dung des Seh­ner­ven sein) sowie ein 24-Stunden-Blut­druckprofil (zu starke Ab­sen­kung – meist in den frühen Morgenstunden – sowie größere Schwankungen des Blut­druckes werden vom Auge schlechter toleriert).

2. Welche Sehstörung hat der Patient? Was sieht der Patient vielleicht nicht mehr?

Wenn bereits ein „Schaden“ an den Seh­ner­ven­fasern eingetreten ist oder um einen solchen aus­zu­schließen, erfolgt die Prüfung der Seh­funk­tion durch Untersuchung des Gesichtsfeldes mittes weißer Prüfpunkte oder Blau-Gelb-Peri­metrie sowie eines Screening mit Frequenz Doppler Perimetrie (FDT).

3. Welche Veränderungen sieht der Arzt bzw. Vermessung des Sehnervs?

Das Auge wird an der Spaltlampe be­ur­teilt, insbesondere der Kam­mer­winkel. Es erfolgt eine Mes­sung der Seh­nerven­faserdicke und der Pa­pil­len­exca­va­tion mit dem HRT als quant. Maß für den Schwund der Seh­nerven­fasern sowie eine Analyse des Seh­ner­ven­kopfes, eine Analyse der retinalen Ner­ven­fa­ser­schicht­dicke und eine Analyse der Posterior Pole Asymmetrie mittels Spectralis-OCT.

Welches Verfahren für Sie bei der Erst-
oder Folge­unter­suchung sinnvoll ist,
erklären wir Ihnen gern persönlich.

Mehr Informationen finden Sie auch unter dem Menüpunkt Glaukom.

Sie benötigen weitere Informationen oder wünschen eine Beratung?

Das Team der Potsdamer Augenklinik berät sie gern.
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