Sehschule
Myopieprophylaxe in der Potsdamer Augenklinik
Weltweit nimmt die Entwicklung und Häufigkeit von Kurzsichtigkeit (Myopie) zu. Gekennzeichnet ist die Myopieentwicklung durch ein stärkeres Längenwachstum des Auges als es für eine Normalsichtigkeit (Emmetropie) und „Brillenfreiheit in der Ferne“ benötigt.
Eine Myopie ist später nicht nur mit dem Tragen einer Brille oder Kontaktlinsen verbunden, sondern kann auch durch das längere („gedehnte“) Auge zu Problemen an der Netzhaut führen.
Bei stärkeren Minusgläsern, also höheren Werten, kann es auch zu optischen Abbildungsstörungen beim Brilletragen kommen. Kontaktlinsen mit höheren Werten sind oft weniger verträglich. Die Tragedauer ist meist begrenzt.
Damit kommt in diesem Lebensabschnitt (etwa vom 5. Lebensjahr bis über die Schulzeit hinaus) dem Erkennen und „Abbremsen“ einer Myopieentwicklung eine wichtige Rolle zu. Neben den bisher üblichen augenärztlichen Untersuchungen kann moderne computergestützte Untersuchungstechnik mehr erkennen, Messwerte speichern und diese später miteinander vergleichen.
Neben Amblyopie- und Myopiediagnostik, was in den verschiedenen Altersgruppen meist im Vordergrund steht, dürfen andere Aspekte nicht vernachlässigt werden. Auch hierfür sind computergestützte Verfahren genauer, bieten mehr Möglichkeiten. Ergebnisse können dokumentiert werden, sind besser vergleichbar.
Beeinflussung einer Myopieentwicklung/ Myopieprävention
- Beratung zu Lebensgewohnheiten:
- zu häufige Nutzung von Tabletts, Smartphones u. ä. vermeiden
- zu dichtes Lesen und Schreiben am Heft vermeiden
- Reduzierung von Tätigkeiten in geschlossenen Räumen
- Förderung vom Spielen im Freien und Sport
- Der Einfluss der Eltern und der Schule spielen dabei eine wichtige Rolle.
- spezielle Behandlungsstrategien mit niedrig dosierten Atropin-Augentropfen
- Brillenversorgung mit speziell konstruierten Gläsern (MiYOSMART), die auch Einfluss auf die Akkomodation und das Längenwachstum des Auges haben
Kosten für Myopie-Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern
Objektive Refraktionsbestimmung und Pupillographie mit dem Plusoptix
in größerem Abstand, kindgerecht, insbesondere für sehr kleine Kinder (obligatorisch)
25,39 Euro
Pentacam-Hornhauttopographie
bei Anzeichen einer Astigmatismus-Entwicklung ggf. Ausschluss eines frühkindlichen Keratokonus (nur bei Indikation)
40,22 Euro
Lipiview-Tränenfilmanalyse sowie weitere Diagnostik im Tränenlabor
bei Indikation und vor allem älteren Kindern
50,92 Euro