Netzhaut | Makula
Grundlagen zur Makula und deren Erkrankungen
Anatomie und Physiologie der Netzhaut und Makula
Wie wichtig sind unsere Netzhaut und die Makula?
Mikrozirkulation
Unter Mikrozirkulation versteht man in der Medizin die Durchblutung der kleinsten Blutgefäße. Diese sog. Mikrogefäße haben einen Durchmesser von kleiner als 100 μm (z. B. Kapillaren, Arteriolen und Venolen).
Die Mikrozirkulation stellt ein wichtiges Blutreservoir dar. Etwa 74 % des gesamten Blutes im menschlichen Körper befindet sich in diesem System kleinster Gefäße. Es beeinflusst den Blutdruck, fürdert den Wärmeaustausch und transportiert Sauerstoff und Nährstoffe zu den Zellen. Im Gegenzug werden Schlacken und Giftstoffe aus den Zellen abtransportiert.
Die Mikrozirkulation ist somit der Teil des Blutkreislaufs, der sich in den kleinsten Blutgefäßen (Blutkapillaren, Arteriolen, Venolen) vollzieht. Allerdings sind auch hier natürliche Grenzen gesetzt, denn die Leistungsfähigkeit der Mikrozirkulation nimmt mit zunehmendem Alter ab.
Vasomotion | Bewegung der kleinen Gefäße
Wie kommen nun Sauerstoff und Nährstoffe ins Gewebe, in die Zellen?
Das Blut wird zwar vom Herzen durch den Körper gepumpt, jedoch reicht diese Kraft nicht aus, um es bis in die letzte Kapillare zu drücken. Deshalb haben insbesondere die kleinen blutzuführenden Gefäße einen eigenen Pumpmechanismus, auch Vasomotion genannt. Diesem aktiven Prozess auf der arteriellen Seite ist es zu verdanken, dass die Blutkörperchen überhaupt in die engen Kapillaren gelangen können.
Die Vasomotion beim Gesunden bedeutet, dass diese Gefäßbewegungen etwa 30 mal in 10 Minuten erfolgen. Mit dem Alter, aber insbesondere auch durch Krankheiten, Lebensstil und Umwelteinflüsse werden diese Bewegungen eingeschränkt. Sie sinken ab bis auf einmal in 10 Minuten. Damit gelangt weniger Blut in die Haargefäße, weniger Nährstoffe und weniger Sauerstoff. Die Stoffwechselprodukte („Schlacken“) werden wiederum nicht ausreichend aus den Zellen abtransportiert. Es kommt zu Ablagerungen, zu Funktionsstörungen der Zelle. In der Netzhaut sind die sogenannten Drusen hierfür ein Beispiel.
▲ normale Bewegungen ca. 30 x pro 10 Min.
▲ eingeschränkt bis nur noch 1 x pro 10 Min.
Einflüsse auf den Stoffwechsel und Risiken für Netzhaut und Makula
Bevor wir über therapeutische Möglichkeiten von Makulaveränderungen nachdenken, müssen wir uns fragen: Was beeinflusst den Stoffwechsel der Netzhaut und die Makula im Alltag? Welche Risikofaktoren kennen wir? Nicht jeder Mensch entwickelt im Alter eine AMD. Das Erkrankungsrisiko ist von vielen Faktoren abhängig.
Nicht beeinflussbar sind zum Beispiel:
- Alter
- genetische Veranlagung
- Geschlecht.
Beeinflussbare Faktoren:
Exposition, Licht von außen, bestimmte Wellenlängen im Tageslicht/ Sonne, ....
-
- besondere Exposition an Bildschirmen
- privat (Wellenlängen, Intensität, Dauer): Smartphone, iPad, PC, TV, iBook
- beruflich: Industrie-Monitore usw.
- (weitere) Intensivstrahler: Disco, Laserpointer, usw.
Über die Gefäße und deren Funktionalität
-
- Bluthochdruck
- Elastizität der Gefäße (Vasomotion)
- Durchblutung der Mikrokapillaren
Über das Blut
-
- Nikotin/Rauchen
- Diabetes mellitus
- falsche Ernährung/ Übergewicht
- Umwelt / Toxine in der Luft, Sauerstoff
- Medikamente, Drogen
Alle diese Faktoren spielen eine Rolle. Und es sollte sich lohnen, darüber nachzudenken. Wie schädlich individuell einzelne Faktoren sind, kann nicht vorausgesagt bzw. im Einzelfall beurteilt werden. Größere Studien vergleichen in Kontrollgruppen meist nur einen Faktor, z.B. Raucher gegen Nichtraucher, Handy-Nutzer gegen Nichtnutzer, usw. Deshalb können die Ratschläge für den Patienten in der Regel nur ganz allgemein gehalten werden.
Es gilt aber: je mehr Risikofaktoren zusammen treffen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass in den nächsten Jahren sich eine AMD entwickeln könnte.
Wie wichtig sind unsere Netzhaut und die Makula?
Die Netzhaut, auch Retina genannt, übernimmt im Auge die Funktion der Bildaufnahme. Wenn man es mit einem Fotoapparat vergleichen würde, entspräche die Netzhaut dem Film. Sie liegt im Augeninneren dem hinteren Augenabschnitt auf und dient als Projektionsfläche der wahrgenommenen Umwelt-Bilder. Die aufgenommene Information leitet der Sehnerv an das Gehirn weiter, wo die Eindrücke verarbeitet werden. Der Bereich für das scharfe Sehen ist die Makula. Erst durch diesen Bereich ist es uns möglich, Gesichter deutlich zu erkennen und Schriften zu entziffern. Über die Makula erhalten wir über 80% unserer Umweltinformationen.
Mikrozirkulation
Unter Mikrozirkulation versteht man in der Medizin die Durchblutung der kleinsten Blutgefäße. Diese sog. Mikrogefäße haben einen Durchmesser von kleiner als 100 μm (z. B. Kapillaren, Arteriolen und Venolen).
Die Mikrozirkulation stellt ein wichtiges Blutreservoir dar. Etwa 74 % des gesamten Blutes im menschlichen Körper befindet sich in diesem System kleinster Gefäße. Es beeinflusst den Blutdruck, fürdert den Wärmeaustausch und transportiert Sauerstoff und Nährstoffe zu den Zellen. Im Gegenzug werden Schlacken und Giftstoffe aus den Zellen abtransportiert.
Die Mikrozirkulation ist somit der Teil des Blutkreislaufs, der sich in den kleinsten Blutgefäßen (Blutkapillaren, Arteriolen, Venolen) vollzieht. Allerdings sind auch hier natürliche Grenzen gesetzt, denn die Leistungsfähigkeit der Mikrozirkulation nimmt mit zunehmendem Alter ab.
Vasomotion | Bewegung der kleinen Gefäße
Wie kommen nun Sauerstoff und Nährstoffe ins Gewebe, in die Zellen?
Das Blut wird zwar vom Herzen durch den Körper gepumpt, jedoch reicht diese Kraft nicht aus, um es bis in die letzte Kapillare zu drücken. Deshalb haben insbesondere die kleinen blutzuführenden Gefäße einen eigenen Pumpmechanismus, auch Vasomotion genannt. Diesem aktiven Prozess auf der arteriellen Seite ist es zu verdanken, dass die Blutkörperchen überhaupt in die engen Kapillaren gelangen können.
Die Vasomotion beim Gesunden bedeutet, dass diese Gefäßbewegungen etwa 30 mal in 10 Minuten erfolgen. Mit dem Alter, aber insbesondere auch durch Krankheiten, Lebensstil und Umwelteinflüsse werden diese Bewegungen eingeschränkt. Sie sinken ab bis auf einmal in 10 Minuten. Damit gelangt weniger Blut in die Haargefäße, weniger Nährstoffe und weniger Sauerstoff. Die Stoffwechselprodukte („Schlacken“) werden wiederum nicht ausreichend aus den Zellen abtransportiert. Es kommt zu Ablagerungen, zu Funktionsstörungen der Zelle. In der Netzhaut sind die sogenannten Drusen hierfür ein Beispiel.
▲ normale Bewegungen ca. 30 x pro 10 Min.
▲ eingeschränkt bis nur noch 1 x pro 10 Min.
Einflüsse auf den Stoffwechsel und Risiken für Netzhaut und Makula
Bevor wir über therapeutische Möglichkeiten von Makulaveränderungen nachdenken, müssen wir uns fragen: Was beeinflusst den Stoffwechsel der Netzhaut und die Makula im Alltag? Welche Risikofaktoren kennen wir? Nicht jeder Mensch entwickelt im Alter eine AMD. Das Erkrankungsrisiko ist von vielen Faktoren abhängig.
Nicht beeinflussbar sind zum Beispiel:
- Alter
- genetische Veranlagung
- Geschlecht.
Beeinflussbare Faktoren:
Exposition, Licht von außen, bestimmte Wellenlängen im Tageslicht/ Sonne, ....
-
- besondere Exposition an Bildschirmen
- privat (Wellenlängen, Intensität, Dauer): Smartphone, iPad, PC, TV, iBook
- beruflich: Industrie-Monitore usw.
- (weitere) Intensivstrahler: Disco, Laserpointer, usw.
Über die Gefäße und deren Funktionalität
-
- Bluthochdruck
- Elastizität der Gefäße (Vasomotion)
- Durchblutung der Mikrokapillaren
Über das Blut
-
- Nikotin/Rauchen
- Diabetes mellitus
- falsche Ernährung/ Übergewicht
- Umwelt / Toxine in der Luft, Sauerstoff
- Medikamente, Drogen
Alle diese Faktoren spielen eine Rolle. Und es sollte sich lohnen, darüber nachzudenken. Wie schädlich individuell einzelne Faktoren sind, kann nicht vorausgesagt bzw. im Einzelfall beurteilt werden. Größere Studien vergleichen in Kontrollgruppen meist nur einen Faktor, z.B. Raucher gegen Nichtraucher, Handy-Nutzer gegen Nichtnutzer, usw. Deshalb können die Ratschläge für den Patienten in der Regel nur ganz allgemein gehalten werden.
Es gilt aber: je mehr Risikofaktoren zusammen treffen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass in den nächsten Jahren sich eine AMD entwickeln könnte.
Erkrankungen der Makula (Auswahl)
Makuladegeneration
Aufgrund der Bedeutung der Makula für das Sehen sind auch die Erkrankungen der Makula von großer persönlicher Wichtigkeit.
Die Makuladegeneration ist eine der häufigsten Netzhauterkrankungen. Hierbei verlieren die Sinneszellen der Makula ihre Funktion.
Bei den Frühformen sind zunächst die Zellen des retinalen Pigmentepithels (RPE) geschädigt. Über diese Schicht werden die Sinneszellen mit Nährstoffen versorgt, die Abbauprodukte des Stoffwechsels abtransportiert. Bei einer Funktionseinschränkung des Pigmentepithels kommt es zu typischen Ablagerungen unterhalb der Sinneszellen, bei der AMD Drusen genannt. Je zahlreicher und größer die Drusen, desto schlechter ist die Versorgung der Sinneszellen.
Zu Anfang der Erkrankung wird oft das Sehen verzerrt. Gerade Linien werden nicht mehr als solche wahrgenommen und Buchstaben verschwimmen. Auch erscheinen graue Schatten oder ein verschwommener Fleck vor den Augen beim Versuch zu lesen. Die Symptome und damit die Erkrankung verschlimmern sich mehr und mehr und können ohne Behandlung zu einem Verlust des zentralen Sehens und damit der Lesefähigkeit führen. Die sogenannte Peripherie der Netzhaut und damit die Orientierung im Raum bleibt jedoch oft erhalten.
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für eine schwere Sehbehinderung bei Menschen über 50 Jahren. Sie betrifft ca. 30 % der 75-85 Jährigen. Laut des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V. (DBSV) leiden ca. 2 Millionen Menschen in Deutschland an der AMD. Durch die demografische Alterung der Gesellschaft steigt die Zahl der Erkrankungen jährlich.
Trockene AMD
Feuchte AMD
Diabetische Retinopathie
Erkrankungen der Netzhaut-Peripherie
Netzhautforamen/ Netzhautablösung (Ablatio retinae)
Die Netzhaut besteht aus mehreren Schichten. Dazu gehören auch eine neurosensorische Netzhaut und ein Pigmentepithel. Lösen sich diese, normalerweise eng an einander liegende Schichten, spricht man von einer Netzhautablösung. Dies kann durch ein Loch in der Netzhaut (Foramen) oder durch Veränderungen des Glaskörpers, in dessen Folge dieser an der Netzhaut zieht, entstehen. Weitere Ursachen sind Flüssigkeiten (z. B. Blut), die zwischen die besagten Schichten dringen und Tumore.
Patienten bemerken bei Netzhautablösungen oft Lichtblitze oder einen Schatten, der von der Peripherie nach innen ziehen kann. Entsteht ein Netzhautriss und Blut kann in den Glaskörper eindringen, so wird oft ein Rußregen beschrieben (viele kleine schwarze Pünktchen im Gesichtsfeld, die nach unten sinken).
Einrisse und Löcher in der Netzhaut können mit einem Laser behandelt werden. Dabei wird die Netzhaut um das betroffene Areal wieder angeheftet. Netzhautablösungen müssen operiert werden. Hier gibt es unterschiedliche Verfahren. Oft wird dabei der Glaskörper im Auge vorsichtig entfernt (Vitrektomie), da dieser durch die Anhaftungen an die Netzhaut oft die Ursache darstellt.
Retinopathia Pigmentosa
Hier handelt es sich um eine fortschreitende, erbliche Veränderung der Netzhaut bzw. des Pigmentepithels und der Photorezeptoren. Der Krankheitsbeginn liegt zwischen dem 5. und 30. Lebensjahr.
Die Ursache der Retinopathia Pigmentosa ist meist erblich bedingt (spontane Mutation).
Patienten klagen über Nachtblindheit, eine langsam fortschreitende bis letztlich röhrenförmige Gesichtsfeldeinengung trotz eines meist noch zentral scharfen Sehens oder erhöhte Empfindlichkeit bei Blendung.
Netzhautforamen/ Netzhautablösung (Ablatio retinae)
Die Netzhaut besteht aus mehreren Schichten. Dazu gehören auch eine neurosensorische Netzhaut und ein Pigmentepithel. Lösen sich diese, normalerweise eng an einander liegende Schichten, spricht man von einer Netzhautablösung. Dies kann durch ein Loch in der Netzhaut (Foramen) oder durch Veränderungen des Glaskörpers, in dessen Folge dieser an der Netzhaut zieht, entstehen. Weitere Ursachen sind Flüssigkeiten (z. B. Blut), die zwischen die besagten Schichten dringen und Tumore.
Patienten bemerken bei Netzhautablösungen oft Lichtblitze oder einen Schatten, der von der Peripherie nach innen ziehen kann. Entsteht ein Netzhautriss und Blut kann in den Glaskörper eindringen, so wird oft ein Rußregen beschrieben (viele kleine schwarze Pünktchen im Gesichtsfeld, die nach unten sinken).
Einrisse und Löcher in der Netzhaut können mit einem Laser behandelt werden. Dabei wird die Netzhaut um das betroffene Areal wieder angeheftet. Netzhautablösungen müssen operiert werden. Hier gibt es unterschiedliche Verfahren. Oft wird dabei der Glaskörper im Auge vorsichtig entfernt (Vitrektomie), da dieser durch die Anhaftungen an die Netzhaut oft die Ursache darstellt.
Retinopathia Pigmentosa
Hier handelt es sich um eine fortschreitende, erbliche Veränderung der Netzhaut bzw. des Pigmentepithels und der Photorezeptoren. Der Krankheitsbeginn liegt zwischen dem 5. und 30. Lebensjahr.
Die Ursache der Retinopathia Pigmentosa ist meist erblich bedingt (spontane Mutation).
Patienten klagen über Nachtblindheit, eine langsam fortschreitende bis letztlich röhrenförmige Gesichtsfeldeinengung trotz eines meist noch zentral scharfen Sehens oder erhöhte Empfindlichkeit bei Blendung.
Erkrankungen der Netzhaut-Gefäße
Fundus hypertonicus & arterioscleroticus
Veränderungen der Gefäße sind sehr häufig durch Bluthochdruck (Hypertonie) und Arteriosklerose bedingt.
Die häufigste Ursache retinaler Verschlüsse sind Hypertonie-bedingte Gefäßveränderungen.
Da Symptome am Auge erst in fortgeschrittenen Stadien eintreten, ist es von größter Wichtigkeit die Grunderkrankungen früh zu erkennen und zu behandeln. Regelmäßige Untersuchungen des Augenhintergrunds sind hier von großer Wichtigkeit, da Veränderungen der retinalen Gefäße vor dem Auftreten von Symptomen erkennbar sind und das Auge bzw. die Netzhaut die einzige Stelle des Körpers ist, in dem sich Gefäße direkt, nicht invasiv und ohne große diagnostische Geräte beurteilen lassen. Deshalb sind auch für Internisten, Kardiologen und Allgemeinmediziner die Ergebnisse einer Netzhautuntersuchung interessant.
Zentralarterienverschluss
Die Ursachen eines Arterienverschlusses ist meistens in einem sehr kleinen Embolus zu finden, der sich an einer Stelle des Gefäßsystems löst und an einem anderen Ort eine Artiere oder einen Arterienast verschließt.
Die Folge eines Gefäßverschlusses ist eine verminderte oder ganz ausbleibender Versorgung des dahinter liegenden Gebiets (Infarkt).
Wird die Zentralarterie verschlossen, klagen Patienten in der Regel direkt über eine plötzlich einsetzende Erblindung auf einem Auge. Patienten empfinden es so, als ob plötzlich "das Licht ausgeknipst worden wäre". Auch einen Ast-Verschluss bemerken Patienten. Hier entstehen Gesichtsfeldausfälle oder eine Verschlechterung des Sehvermögens.
Augenärzte können eine Diagnose mithilfe der Ophthalmoskopie, Fluoreszenzangiographie und Perimetrie stellen.
Zentralvenenverschluss
Retinale Venenverschlüsse entstehen durch Störungen der Zirkulation in der Zentralvene oder einem Seitenast. Sie sind nach der diabetischen Retinopathie die zweithäufigste vaskuläre Netzhauterkrankung.
Die häufigsten Ursachen für Venenverschlüsse sind Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) und Diabetes. Zur Verhinderung eines Gefäßverschlusses gilt es vor allem, die genannten Grunderkrankungen gut zu behandeln.
Venenverschlüsse entstehen häufig durch eine Komprimierung des Gefäßes an Stellen, an denen sklerotische Arterien benachbarte Venen einengen. Die Patienten bemerken eine Verschlechterung des Sehens meistens nur, wenn die Makula oder der Sehnerv beteiligt sind.
Fundus hypertonicus & arterioscleroticus
Veränderungen der Gefäße sind sehr häufig durch Bluthochdruck (Hypertonie) und Arteriosklerose bedingt.
Die häufigste Ursache retinaler Verschlüsse sind Hypertonie-bedingte Gefäßveränderungen.
Da Symptome am Auge erst in fortgeschrittenen Stadien eintreten, ist es von größter Wichtigkeit die Grunderkrankungen früh zu erkennen und zu behandeln. Regelmäßige Untersuchungen des Augenhintergrunds sind hier von großer Wichtigkeit, da Veränderungen der retinalen Gefäße vor dem Auftreten von Symptomen erkennbar sind und das Auge bzw. die Netzhaut die einzige Stelle des Körpers ist, in dem sich Gefäße direkt, nicht invasiv und ohne große diagnostische Geräte beurteilen lassen. Deshalb sind auch für Internisten, Kardiologen und Allgemeinmediziner die Ergebnisse einer Netzhautuntersuchung interessant.
Zentralarterienverschluss
Die Ursachen eines Arterienverschlusses ist meistens in einem sehr kleinen Embolus zu finden, der sich an einer Stelle des Gefäßsystems löst und an einem anderen Ort eine Artiere oder einen Arterienast verschließt.
Die Folge eines Gefäßverschlusses ist eine verminderte oder ganz ausbleibender Versorgung des dahinter liegenden Gebiets (Infarkt).
Wird die Zentralarterie verschlossen, klagen Patienten in der Regel direkt über eine plötzlich einsetzende Erblindung auf einem Auge. Patienten empfinden es so, als ob plötzlich "das Licht ausgeknipst worden wäre". Auch einen Ast-Verschluss bemerken Patienten. Hier entstehen Gesichtsfeldausfälle oder eine Verschlechterung des Sehvermögens.
Augenärzte können eine Diagnose mithilfe der Ophthalmoskopie, Fluoreszenzangiographie und Perimetrie stellen.
Zentralvenenverschluss
Retinale Venenverschlüsse entstehen durch Störungen der Zirkulation in der Zentralvene oder einem Seitenast. Sie sind nach der diabetischen Retinopathie die zweithäufigste vaskuläre Netzhauterkrankung.
Die häufigsten Ursachen für Venenverschlüsse sind Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) und Diabetes. Zur Verhinderung eines Gefäßverschlusses gilt es vor allem, die genannten Grunderkrankungen gut zu behandeln.
Venenverschlüsse entstehen häufig durch eine Komprimierung des Gefäßes an Stellen, an denen sklerotische Arterien benachbarte Venen einengen. Die Patienten bemerken eine Verschlechterung des Sehens meistens nur, wenn die Makula oder der Sehnerv beteiligt sind.
Diabetische Retinopathie
Die diabetische Retinopathie ist in Industrienationen wie Deutschland die Haupterblindungsursache der 30- bis 60-jährigen Bevölkerung. Etwa 90% der an Diabetes erkrankten Patienten erleiden nach 20 Jahren eine diabetische Retinopathie.
Kennzeichnend für die Erkrankung ist eine Neubildung von Gefäßen. Diese kommen zustande, indem sich die Gefäßwände verdicken und einzelne Zellen absterben. Hier spielt vor allem die Hyperglykämie (zu hoher Blutzuckerspiegel) eine Rolle. In der Folge kommt es zu kapillären Verschlüssen und einer Unterversorgung (Ischämie) der Retina. In der unterversorgten Region der Netzhaut werden nun Wachstumsfaktoren gebildet, die zu Neubildungen von Gefäßen führen. In jedem Stadium der Erkrankung kann es zu einem Zusammenbruch der Blut-Netzhaut-Barriere kommen. Die Folge davon wäre ein Ödem der Makula.
Der Diabetes Mellitus kann zusätzlich zu vielen weiteren Veränderungen und Erkrankungen am Auge führen. Hier wären beispielsweise der Katarakt und der Glaukom zu nennen.