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Netzhaut | Makula

Grundlagen zur Makula und deren Erkrankungen

Anatomie und Physiologie der Netzhaut und Makula

Wie wichtig sind unsere Netzhaut und die Makula?

Die Netzhaut, auch Retina genannt, übernimmt im Auge die Funktion der Bild­auf­nahme. Wenn man es mit einem Fotoapparat vergleichen würde, entspräche die Netzhaut dem Film. Sie liegt im Augeninneren dem hinteren Augen­abschnitt auf und dient als Projektionsfläche der wahrgenommenen Umwelt-Bilder. Die aufgenommene Infor­ma­tion leitet der Sehnerv an das Gehirn weiter, wo die Eindrücke verarbeitet werden. Der Bereich für das scharfe Sehen ist die Makula. Erst durch diesen Bereich ist es uns möglich, Gesichter deutlich zu erkennen und Schriften zu entziffern. Über die Makula erhalten wir über 80% unserer Umweltinformationen.
Schematische Darstellung eines Auges im Querschnitt

Mikrozirkulation

Unter Mikrozirkulation versteht man in der Medizin die Durchblutung der kleinsten Blutgefäße. Diese sog. Mikro­gefäße haben einen Durchmesser von kleiner als 100 μm (z. B. Kapillaren, Arteriolen und Venolen).

Die Mikrozirkulation stellt ein wichtiges Blutreservoir dar. Etwa 74 % des gesamten Blutes im menschlichen Körper befindet sich in diesem System kleinster Gefäße. Es beeinflusst den Blutdruck, fürdert den Wärmeaustausch und transportiert Sauerstoff und Nährstoffe zu den Zellen. Im Gegenzug werden Schlacken und Giftstoffe aus den Zellen abtransportiert.

Die Mikrozirkulation ist somit der Teil des Blutkreislaufs, der sich in den kleinsten Blut­ge­fäßen (Blutkapillaren, Ar­te­rio­len, Venolen) vollzieht. Allerdings sind auch hier natür­liche Grenzen gesetzt, denn die Leistungsfähigkeit der Mi­kro­zirkulation nimmt mit zunehmendem Alter ab.

Tortendiagramm zum Blutkreislauf

Vasomotion | Bewegung der kleinen Gefäße

Wie kommen nun Sauerstoff und Nährstoffe ins Gewebe, in die Zellen?

Das Blut wird zwar vom Herzen durch den Körper gepumpt, jedoch reicht diese Kraft nicht aus, um es bis in die letzte Kapillare zu drücken. Deshalb haben insbesondere die kleinen blutzuführenden Gefäße einen eigenen Pump­mechanismus, auch Vasomotion genannt. Diesem aktiven Prozess auf der arteriellen Seite ist es zu ver­danken, dass die Blutkörperchen überhaupt in die engen Kapillaren gelangen können.

Die Vasomotion beim Gesunden bedeutet, dass diese Gefäßbewegungen etwa 30 mal in 10 Minuten erfolgen. Mit dem Alter, aber insbesondere auch durch Krankheiten, Lebensstil und Umwelteinflüsse werden diese Bewegungen eingeschränkt. Sie sinken ab bis auf einmal in 10 Minuten. Damit gelangt weniger Blut in die Haargefäße, weniger Nährstoffe und weniger Sauerstoff. Die Stoffwechselprodukte („Schlacken“) werden wiederum nicht ausreichend aus den Zellen abtransportiert. Es kommt zu Ab­lage­run­gen, zu Funktionsstörungen der Zelle. In der Netzhaut sind die sogenannten Drusen hierfür ein Beispiel.

grafische Darstellung einer normalen Gefäßbewegung

▲  normale Bewegungen ca. 30 x pro 10 Min.

grafische Darstellung einer eingeschränkten Gefäßbewegung

▲  eingeschränkt bis nur noch 1 x pro 10 Min.

Einflüsse auf den Stoffwechsel und Risiken für Netzhaut und Makula

Bevor wir über therapeutische Möglichkeiten von Makulaveränderungen nachdenken, müssen wir uns fragen: Was beeinflusst den Stoffwechsel der Netzhaut und die Makula im Alltag? Welche Risikofaktoren kennen wir? Nicht jeder Mensch entwickelt im Alter eine AMD. Das Erkrankungsrisiko ist von vielen Faktoren abhängig.

Nicht beeinflussbar sind zum Beispiel:

  • Alter
  • genetische Veranlagung
  • Geschlecht.

Beeinflussbare Faktoren:

Exposition, Licht von außen, bestimmte Wellenlängen im Tageslicht/ Sonne, ....

    • besondere Exposition an Bildschirmen
    • privat (Wellenlängen, Intensität, Dauer): Smartphone, iPad, PC, TV, iBook
    • beruflich: Industrie-Monitore usw.
    • (weitere) Intensivstrahler: Disco, Laserpointer, usw.

Über die Gefäße und deren Funktionalität

    • Bluthochdruck
    • Elastizität der Gefäße (Vasomotion)
    • Durchblutung der Mikrokapillaren

Über das Blut

    • Nikotin/Rauchen
    • Diabetes mellitus
    • falsche Ernährung/ Übergewicht
    • Umwelt / Toxine in der Luft, Sauerstoff
    • Medikamente, Drogen

Alle diese Faktoren spielen eine Rolle. Und es sollte sich lohnen, darüber nach­zu­denken. Wie schädlich in­di­vi­duell einzelne Faktoren sind, kann nicht voraus­gesagt bzw. im Einzelfall beurteilt werden. Größere Studien ver­glei­chen in Kontrollgruppen meist nur einen Faktor, z.B. Raucher gegen Nichtraucher, Handy-Nutzer gegen Nicht­nutzer, usw. Deshalb können die Ratschläge für den Patienten in der Regel nur ganz allgemein gehalten werden.

Es gilt aber: je mehr Risikofaktoren zusammen treffen, desto höher ist die Wahr­schein­lichkeit, dass in den nächsten Jahren sich eine AMD entwickeln könnte.

Schematische Darstellung eines Auges im Querschnitt mit den verschiedenen Einflüssen

Wie wichtig sind unsere Netzhaut und die Makula?

Die Netzhaut, auch Retina genannt, übernimmt im Auge die Funktion der Bild­auf­nah­me. Wenn man es mit einem Fotoapparat vergleichen würde, entspräche die Netz­haut dem Film. Sie liegt im Augeninneren dem hinteren Augen­abschnitt auf und dient als Projektionsfläche der wahr­ge­nom­me­nen Umwelt-Bilder. Die aufgenommene Infor­ma­tion leitet der Sehnerv an das Gehirn weiter, wo die Eindrücke verarbeitet werden. Der Bereich für das scharfe Sehen ist die Makula. Erst durch diesen Bereich ist es uns möglich, Gesichter deutlich zu erkennen und Schriften zu entziffern. Über die Makula erhalten wir über 80% unserer Umweltinformationen.

Schematische Darstellung eines Auges im Querschnitt

Mikrozirkulation

Unter Mikrozirkulation versteht man in der Medizin die Durchblutung der kleinsten Blutgefäße. Diese sog. Mikro­gefäße haben einen Durchmesser von kleiner als 100 μm (z. B. Kapillaren, Arteriolen und Venolen).

Die Mikrozirkulation stellt ein wichtiges Blutreservoir dar. Etwa 74 % des gesamten Blutes im menschlichen Körper befindet sich in diesem System kleinster Gefäße. Es beeinflusst den Blutdruck, fürdert den Wärmeaustausch und transportiert Sauerstoff und Nährstoffe zu den Zellen. Im Gegenzug werden Schlacken und Giftstoffe aus den Zellen abtransportiert.

Die Mikrozirkulation ist somit der Teil des Blutkreislaufs, der sich in den kleinsten Blut­ge­fäßen (Blutkapillaren, Ar­te­rio­len, Venolen) vollzieht. Allerdings sind auch hier natür­liche Grenzen gesetzt, denn die Leistungsfähigkeit der Mi­kro­zirkulation nimmt mit zunehmendem Alter ab.

Tortendiagramm zum Blutkreislauf

Vasomotion | Bewegung der kleinen Gefäße

Wie kommen nun Sauerstoff und Nährstoffe ins Gewebe, in die Zellen?

Das Blut wird zwar vom Herzen durch den Körper gepumpt, jedoch reicht diese Kraft nicht aus, um es bis in die letzte Kapillare zu drücken. Deshalb haben insbesondere die kleinen blut­zu­füh­ren­den Gefäße einen eigenen Pump­mechanismus, auch Vasomotion genannt. Diesem aktiven Prozess auf der arteriellen Seite ist es zu ver­danken, dass die Blutkörperchen überhaupt in die engen Kapillaren gelangen können.

Die Vasomotion beim Gesunden bedeutet, dass diese Gefäßbewegungen etwa 30 mal in 10 Minuten erfolgen. Mit dem Alter, aber insbesondere auch durch Krankheiten, Lebensstil und Umwelteinflüsse werden diese Bewegungen eingeschränkt. Sie sinken ab bis auf einmal in 10 Minuten. Damit gelangt weniger Blut in die Haargefäße, weniger Nährstoffe und weniger Sauerstoff. Die Stoffwechselprodukte („Schlacken“) werden wiederum nicht ausreichend aus den Zellen abtransportiert. Es kommt zu Ab­lage­run­gen, zu Funktionsstörungen der Zelle. In der Netzhaut sind die sogenannten Drusen hierfür ein Beispiel.

grafische Darstellung einer normalen Gefäßbewegung

▲  normale Bewegungen ca. 30 x pro 10 Min.

grafische Darstellung einer eingeschränkten Gefäßbewegung

▲  eingeschränkt bis nur noch 1 x pro 10 Min.

Einflüsse auf den Stoffwechsel und Risiken für Netzhaut und Makula

Bevor wir über therapeutische Möglichkeiten von Makulaveränderungen nachdenken, müssen wir uns fragen: Was beeinflusst den Stoffwechsel der Netzhaut und die Makula im Alltag? Welche Risikofaktoren kennen wir? Nicht jeder Mensch entwickelt im Alter eine AMD. Das Erkrankungsrisiko ist von vielen Faktoren abhängig.

Nicht beeinflussbar sind zum Beispiel:

  • Alter
  • genetische Veranlagung
  • Geschlecht.

Beeinflussbare Faktoren:

Exposition, Licht von außen, bestimmte Wellenlängen im Tageslicht/ Sonne, ....

    • besondere Exposition an Bildschirmen
    • privat (Wellenlängen, Intensität, Dauer): Smartphone, iPad, PC, TV, iBook
    • beruflich: Industrie-Monitore usw.
    • (weitere) Intensivstrahler: Disco, Laserpointer, usw.

Über die Gefäße und deren Funktionalität

    • Bluthochdruck
    • Elastizität der Gefäße (Vasomotion)
    • Durchblutung der Mikrokapillaren

Über das Blut

    • Nikotin/Rauchen
    • Diabetes mellitus
    • falsche Ernährung/ Übergewicht
    • Umwelt / Toxine in der Luft, Sauerstoff
    • Medikamente, Drogen

Alle diese Faktoren spielen eine Rolle. Und es sollte sich lohnen, darüber nach­zu­denken. Wie schädlich in­di­vi­duell einzelne Faktoren sind, kann nicht voraus­gesagt bzw. im Einzelfall beurteilt werden. Größere Studien ver­glei­chen in Kontrollgruppen meist nur einen Faktor, z.B. Raucher gegen Nichtraucher, Handy-Nutzer gegen Nicht­nutzer, usw. Deshalb können die Ratschläge für den Patienten in der Regel nur ganz allgemein gehalten werden.

Es gilt aber: je mehr Risikofaktoren zusammen treffen, desto höher ist die Wahr­schein­lichkeit, dass in den nächsten Jahren sich eine AMD entwickeln könnte.

Schematische Darstellung eines Auges im Querschnitt mit den verschiedenen Einflüssen

Erkrankungen der Makula (Auswahl)

Makuladegeneration

Aufgrund der Bedeutung der Makula für das Sehen sind auch die Er­kran­kun­gen der Makula von großer per­sön­li­cher Wichtigkeit.

Die Makuladegeneration ist eine der häufigsten Netz­haut­erkran­kungen. Hierbei ver­lieren die Sinneszellen der Makula ihre Funk­tion.

Bei den Frühformen sind zunächst die Zellen des retinalen Pig­ment­epithels (RPE) ge­schädigt. Über diese Schicht werden die Sinneszellen mit Nähr­stof­fen versorgt, die Abbauprodukte des Stoffwechsels abtransportiert. Bei einer Funktionseinschränkung des Pig­ment­epi­thels kommt es zu typischen Ab­la­ge­rungen un­ter­halb der Sinnes­zellen, bei der AMD Drusen genannt. Je zahl­reicher und größer die Drusen, desto schlechter ist die Versorgung der Sin­nes­zellen.

Zu Anfang der Erkrankung wird oft das Sehen verzerrt. Gerade Linien werden nicht mehr als solche wahrgenommen und Buch­staben verschwimmen. Auch erscheinen graue Schatten oder ein verschwommener Fleck vor den Augen beim Versuch zu lesen. Die Symptome und damit die Erkran­kung ver­schlim­mern sich mehr und mehr und können ohne Behandlung zu einem Verlust des zentralen Sehens und damit der Lese­fähig­keit führen. Die so­genannte Peripherie der Netzhaut und damit die Orien­tierung im Raum bleibt jedoch oft erhalten.

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für eine schwe­re Sehbehinderung bei Men­schen über 50 Jahren. Sie betrifft ca. 30 % der 75-85 Jäh­ri­gen. Laut des Deut­schen Blinden- und Seh­be­hin­der­ten­verbandes e.V. (DBSV) leiden ca. 2 Millionen Menschen in Deutschland an der AMD. Durch die demografische Alterung der Gesellschaft steigt die Zahl der Er­kran­kungen jährlich.

Trockene AMD

Bei der Makuladegeneration wird zwischen zwei Verlaufsformen un­ter­schie­den, der trockenen und der feuchten AMD. 85 % der Erkrankten leiden unter der trockenen AMD. Dabei bilden sich unter der Netzhaut Ab­la­ge­rungen, welche nicht immer zu einer drastischen Seh­behin­de­rung führen müssen, diese aber auf­treten kann.

Feuchte AMD

Die feuchte Makuladegeneration hin­gegen beeinträchtigt die Seh­fähigkeit erheblich. Unter der Netzhaut bilden sich undichte Blutgefäße, aus denen Blut, Blutbestandteile sowie Flüssigkeit in die Netzhaut gelangen. Dadurch wird das Sehzentrum schwer geschädigt. Die empfindlichen Sehzellen sterben ab. Eine Er­blindung droht.

Diabetische Retinopathie

Die diabetische Retinopathie mit Ma­ku­la­ödem (DMÖ) und die Retino­pathia centralis serosa (RCS) sind ebenfalls Erkrankungen der Netzhautmitte, für welche die nach­folgende Diagnostik und Behandlungsoptionen ebenso interessant sein können.

Erkrankungen der Netzhaut-Peripherie

Netzhautforamen/ Netzhautablösung (Ablatio retinae)

Die Netzhaut besteht aus mehreren Schichten. Dazu gehören auch eine neuro­sen­so­ri­sche Netzhaut und ein Pigmentepithel. Lösen sich diese, normalerweise eng an einander liegende Schichten, spricht man von einer Netzhautablösung. Dies kann durch ein Loch in der Netzhaut (Foramen) oder durch Veränderungen des Glas­körpers, in dessen Folge dieser an der Netzhaut zieht, entstehen. Weitere Ursachen sind Flüssigkeiten (z. B. Blut), die zwischen die besagten Schichten dringen und Tumore.

Patienten bemerken bei Netzhautablösungen oft Lichtblitze oder einen Schatten, der von der Peripherie nach innen ziehen kann. Entsteht ein Netzhautriss und Blut kann in den Glas­körper eindringen, so wird oft ein Ruß­regen beschrieben (viele kleine schwarze Pünktchen im Gesichtsfeld, die nach unten sinken).

Einrisse und Löcher in der Netzhaut können mit einem Laser behandelt werden. Dabei wird die Netzhaut um das betroffene Areal wieder angeheftet. Netzhautablösungen müssen operiert werden. Hier gibt es unterschiedliche Verfahren. Oft wird dabei der Glaskörper im Auge vorsichtig entfernt (Vitrektomie), da dieser durch die An­haf­tun­gen an die Netzhaut oft die Ursache darstellt.

Retinopathia Pigmentosa

Hier handelt es sich um eine fortschreitende, erbliche Veränderung der Netzhaut bzw. des Pigmentepithels und der Photorezeptoren. Der Krankheitsbeginn liegt zwischen dem 5. und 30. Lebensjahr.

Die Ursache der Retinopathia Pigmentosa ist meist erblich bedingt (spontane Mutation).

Patienten klagen über Nachtblindheit, eine langsam fortschreitende bis letztlich röhrenförmige Gesichts­feld­ein­engung trotz eines meist noch zentral scharfen Sehens oder erhöhte Empfindlichkeit bei Blendung.

Netzhautforamen/ Netz­haut­ablösung (Ablatio retinae)

Die Netzhaut besteht aus mehreren Schichten. Dazu gehören auch eine neuro­sen­so­ri­sche Netzhaut und ein Pigment­epi­thel. Lösen sich diese, normalerweise eng an ein­ander liegende Schichten, spricht man von einer Netzhautablösung. Dies kann durch ein Loch in der Netzhaut (Fo­ra­men) oder durch Veränderungen des Glas­körpers, in dessen Folge dieser an der Netzhaut zieht, entstehen. Weitere Ursachen sind Flüs­sig­keiten (z. B. Blut), die zwischen die besagten Schichten dringen und Tumore.

Patienten bemerken bei Netz­haut­ab­lö­sun­gen oft Lichtblitze oder einen Schat­ten, der von der Peripherie nach innen ziehen kann. Entsteht ein Netzhautriss und Blut kann in den Glas­körper ein­drin­gen, so wird oft ein Ruß­regen be­schrie­ben (viele kleine schwarze Pünkt­chen im Gesichtsfeld, die nach unten sinken).

Einrisse und Löcher in der Netzhaut können mit einem Laser behandelt werden. Dabei wird die Netzhaut um das betroffene Areal wieder an­ge­hef­tet. Netzhautablösungen müssen ope­riert werden. Hier gibt es unter­schied­liche Verfahren. Oft wird dabei der Glaskörper im Auge vorsichtig entfernt (Vitrektomie), da dieser durch die An­haf­tun­gen an die Netzhaut oft die Ursache darstellt.

Retinopathia Pigmentosa

Hier handelt es sich um eine fort­schrei­tende, erbliche Veränderung der Netz­haut bzw. des Pigmentepithels und der Photorezeptoren. Der Krank­heits­beginn liegt zwischen dem 5. und 30. Lebensjahr.

Die Ursache der Retinopathia Pigmen­tosa ist meist erblich bedingt (spontane Mu­ta­tion).

Patienten klagen über Nachtblindheit, eine langsam fortschreitende bis letzt­lich röh­ren­förmige Gesichts­feld­ein­engung trotz eines meist noch zentral scharfen Sehens oder erhöhte Emp­find­lichkeit bei Blendung.

Erkrankungen der Netzhaut-Gefäße

Fundus hypertonicus & arterioscleroticus

Veränderungen der Gefäße sind sehr häufig durch Bluthochdruck (Hypertonie) und Arteriosklerose bedingt.

Die häufigste Ursache retinaler Verschlüsse sind Hypertonie-bedingte Gefäßveränderungen.

Da Symptome am Auge erst in fortgeschrittenen Stadien eintreten, ist es von größter Wichtigkeit die Grund­er­kran­kun­gen früh zu erkennen und zu behandeln. Regelmäßige Untersuchungen des Augenhintergrunds sind hier von großer Wichtigkeit, da Veränderungen der retinalen Gefäße vor dem Auftreten von Symp­to­men erkennbar sind und das Auge bzw. die Netzhaut die einzige Stelle des Körpers ist, in dem sich Gefäße direkt, nicht invasiv und ohne große diagnostische Geräte beurteilen lassen. Deshalb sind auch für Inter­nis­ten, Kardiologen und Allgemeinmediziner die Ergebnisse einer Netzhautuntersuchung interessant.

Zentralarterienverschluss

Die Ursachen eines Arterienverschlusses ist meistens in einem sehr kleinen Embolus zu finden, der sich an einer Stelle des Gefäßsystems löst und an einem anderen Ort eine Artiere oder einen Arterienast verschließt.

Die Folge eines Gefäßverschlusses ist eine verminderte oder ganz ausbleibender Versorgung des dahinter lie­gen­den Gebiets (Infarkt).

Wird die Zentralarterie verschlossen, klagen Patienten in der Regel direkt über eine plötzlich einsetzende Er­blin­dung auf einem Auge. Patienten empfinden es so, als ob plötzlich "das Licht ausgeknipst worden wäre". Auch einen Ast-Verschluss bemerken Patienten. Hier entstehen Gesichtsfeldausfälle oder eine Verschlechterung des Sehvermögens.

Augenärzte können eine Diagnose mithilfe der Ophthalmoskopie, Fluoreszenzangiographie und Perimetrie stellen.

Zentralvenenverschluss

Retinale Venenverschlüsse entstehen durch Störungen der Zirkulation in der Zentralvene oder einem Seiten­ast. Sie sind nach der diabetischen Retinopathie die zweithäufigste vaskuläre Netzhauterkrankung.

Die häufigsten Ursachen für Venenverschlüsse sind Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) und Diabetes. Zur Verhinderung eines Gefäßverschlusses gilt es vor allem, die genannten Grunderkrankungen gut zu be­han­deln.

Venenverschlüsse entstehen häufig durch eine Komprimierung des Gefäßes an Stellen, an denen skle­ro­tische Arterien benachbarte Venen einengen. Die Patienten bemerken eine Verschlechterung des Sehens meistens nur, wenn die Makula oder der Sehnerv beteiligt sind.

Fundus hypertonicus & arterioscleroticus

Veränderungen der Gefäße sind sehr häufig durch Bluthochdruck (Hyper­tonie) und Arterio­skle­rose bedingt.

Die häufigste Ursache retinaler Ver­schlüsse sind Hypertonie-bedingte Gefäß­verän­de­rungen.

Da Symptome am Auge erst in fort­ge­schrit­tenen Stadien eintreten, ist es von größter Wich­tig­keit die Grund­er­kran­kun­gen früh zu erkennen und zu behandeln. Regelmäßige Unter­suchun­gen des Augenhintergrunds sind hier von großer Wichtigkeit, da Ver­än­de­run­gen der retinalen Gefäße vor dem Auftreten von Symp­to­men erkennbar sind und das Auge bzw. die Netzhaut die einzige Stelle des Körpers ist, in dem sich Gefäße direkt, nicht invasiv und ohne große diagnos­tische Geräte beurteilen lassen. Deshalb sind auch für Inter­nis­ten, Kardiologen und All­ge­mein­medi­ziner die Ergebnisse einer Netz­haut­untersuchung interessant.

Zentralarterienverschluss

Die Ursachen eines Arterien­ver­schlus­ses ist meistens in einem sehr kleinen Embolus zu finden, der sich an einer Stelle des Gefäß­sys­tems löst und an einem anderen Ort eine Artiere oder einen Arterienast verschließt.

Die Folge eines Gefäßverschlusses ist eine verminderte oder ganz aus­blei­ben­der Ver­sor­gung des dahinter lie­gen­den Gebiets (Infarkt).

Wird die Zentralarterie verschlossen, klagen Patienten in der Regel direkt über eine plötzlich einsetzende Er­blin­dung auf einem Auge. Patienten empfinden es so, als ob plötzlich "das Licht ausgeknipst worden wäre". Auch einen Ast-Verschluss bemerken Pa­tien­ten. Hier entstehen Ge­sichts­feld­aus­fälle oder eine Verschlechterung des Seh­vermögens.

Augenärzte können eine Diagnose mithilfe der Ophthalmoskopie, Fluo­reszenz­angio­graphie und Perimetrie stellen.

Zentralvenenverschluss

Retinale Venenverschlüsse entstehen durch Störungen der Zirkulation in der Zentral­vene oder einem Seiten­ast. Sie sind nach der dia­be­ti­schen Reti­no­pa­thie die zweit­häufig­ste vaskuläre Netz­haut­er­kran­kung.

Die häufigsten Ursachen für Venen­ver­schlüs­se sind Bluthochdruck (arterielle Hy­per­to­nie) und Diabetes. Zur Ver­hin­de­rung eines Ge­fäß­ver­schlusses gilt es vor allem, die genannten Grund­erkran­kungen gut zu be­han­deln.

Venenverschlüsse entstehen häufig durch eine Komprimierung des Ge­fäßes an Stellen, an denen skle­ro­tische Arterien benachbarte Venen einengen. Die Patienten bemerken eine Ver­schlech­terung des Sehens meistens nur, wenn die Makula oder der Sehnerv beteiligt sind.

Diabetische Retinopathie

Die diabetische Retinopathie ist in In­dus­trienationen wie Deutsch­land die Haupt­erblin­dungs­ur­sache der 30- bis 60-jäh­rigen Be­völ­ke­rung. Etwa 90% der an Diabetes erkrankten Pa­tienten er­leiden nach 20 Jahren eine diabetische Retinopathie.

Kennzeichnend für die Erkrankung ist eine Neubildung von Ge­fäßen. Diese kommen zustande, indem sich die Gefäßwände ver­dicken und einzelne Zellen absterben. Hier spielt vor allem die Hyperglykämie (zu hoher Blut­zucker­spiegel) eine Rolle. In der Folge kommt es zu kapillären Verschlüssen und einer Unterversorgung (Ischämie) der Retina. In der unterversorgten Region der Netzhaut werden nun Wachstumsfaktoren ge­bil­det, die zu Neubildungen von Gefäßen führen. In jedem Stadium der Erkrankung kann es zu einem Zu­sam­men­bruch der Blut-Netz­haut-Barriere kommen. Die Folge davon wäre ein Ödem der Makula.

Der Diabetes Mellitus kann zusätzlich zu vielen weiteren Ver­än­de­rungen und Er­kran­kungen am Auge führen. Hier wären bei­spiels­weise der Katarakt und der Glaukom zu nennen.

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